Zwergengeschichten – Sind das etwa schon die teribble twos?!

Mein kleiner Zwerg,
im Moment ist es wundervoll mit dir und gleichzeitig unglaublich anstrengend. Neuerdings frage ich mich immer öfter, warum wir bei jedem Schritt vorwärts scheinbar immer auch einen zurück machen?!

Du bist ein wundervolles Kind und kannst sooo lieb sein, gleichzeitig braucht es aber nur eine Mini-kleine Veränderung und du wirst zum Terrorzwerg. Dann wirfst du mit Sachen und liegst weinend auf den Boden. Wenn ich dich versuche zu trösten, versucht du mich zu beißen oder schubst mich weg.

Ach mein Zwerg, manchmal macht mich das unglaublich traurig. Ich möchte doch nur nicht, dass dir was passiert. Und ernsthaft, Hundefutter sollte man als Mensch nicht essen, ebenso wenig die Zahnbürsten in den Badreiniger, der gerade im Waschbecken einwirkt, schmeißen. Es gibt endlose Dinge, die ich aufzählen kann. Tatsache ist, im Moment kann ich dich kaum aus den Augen lassen. Drehe ich dir mal den Rücken zu, dann bist du eigentlich schon wieder damit beschäftigt Dinge zu tun, die du nicht tun solltest. 

Ich habe in den letzten Tagen oft das Gefühl, ich sage eigentlich ständig „nein“, „Zwerg mach das nicht“, „Lass das bitte!“, „Nein, habe ich gesagt“. Und gleichzeitig muss das dich vollkommen frustrieren, weil du bestimmt denkst, du darfst nix. Aber ich denke, ich gebe dir genug Freiheiten und genug Spielraum dich auszuprobieren. Aber wenn du Papas neue Musikanlage ständig An- und Ausschaltest, dabei am Lautstärkeregler drehst, dann ist das einfach nicht gut. Genauso wenig, wie Mehl in der ganzen Küche zu verteilen, Salzteig zu essen und mit Brot um dich zu schmeißen. Ich habe nix dagegen, wenn du dich im Matsch wälzt, Klamotten kann man waschen. Du darfst auch gerne alle möglichen Dinge zermatschen und umherwerfen. Aber bei manchen Sachen hört es einfach auf. Es tut mir leid, dass du scheinbar im Moment die Dinge willst, die du ausgerechnet nicht darfst!
Und dann gibt es solche Moment wie heute Abend. Wir hatten Besuch von einer Freundin, ich räumte den Tisch ab, du wolltest mir helfen und während ich die Tassen im Geschirrspüler verstaute, hörte ich hinter mir ein leisen „Platsch“ da standest du, mit der Kaffeekanne in der Hand und warst ganz fasziniert, wie die Flüssigkeit heraus lief. Und ich? Anstatt zu „nein“ zu rufen entwisch mir nur ein „och nööö.“ und ich war eigentlich mindestens ebenso fasziniert davon wie fasziniert du warst. 
Und trotzdem bringe ich dich jeden Abend mit einem Lächeln ins Bett und wenn dein Papa mich fragt, wie unser Tag war, antworte ich trotzdem jeden Abend mit: „Toll!“ Ausnahmslos. Du bist toll. Und egal wie oft Mama „nein!“ sagst, sollst du wissen, wie lieb ich dich habe. 

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2 Gedanken zu “Zwergengeschichten – Sind das etwa schon die teribble twos?!

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