Zwergengeschichten

Mein kleiner Zwerg,

zur Zeit hällst du deine Mama und deinen Papa ganz schön auf Trab. Du hast jede Menge Flausen im Kopf, bist ständig dabei irgendeinen Unsinn auszuprobieren. Wenn du deinen Willen dann mal nicht bekommst, bist du wie ein hereinbrechendes Gewitter. Es geht von 0 auf 100, ist ziemlich laut und ein bisschen wie ein Orkan. Wenn es vorbei ist, könnte man denken, es wäre nie etwas gewesen. Am besten lässt man dich dann irgendwo auswüten, dann kommst du am schnellsten zur Ruhe.

Dafür explodiert dein Sprachschatz im Moment geradezu. Du sprichst immer mehr und plapperst ständig alles nach. Das war es also mit dem inflationären Gebrauch von Schimpfwörtern (nicht das ich jemals viele verwendet hätte ;)).

Heute Abend schauten wir dein Tierwörter-Buch an. Du zeigtest zielsicher auf den Reihe und sagtest: „Reiha..Mama…Reiha.“. Dein Papa prustete darauf neben uns los. Er meinte dann, du könntest nicht Vogel sagen, aber einen Reiher, Rabe, Sprecht und Spatz unterscheiden. Was mich selbst auch verwundert, aber das wollte ich nicht auf mir sitzen lassen. Ich sagte also zu dir: „Zwerg. Sag mal Vogel“ und was tust du? Du grinst, hebst Hände in die Luft und tust so, als ob sie wie zwei Flügel fliegen. Schallendes Gelächter auf unserer Seite und dein Papa meinte, du kannst wirklich nicht Vogel sagen. Und du töntest ein „Neee.“ und machtest wieder deine Vogelbewegungs-Geste.

Du kannst du unglaublich lustig sein, ständig bringst du uns zum Lachen. Und wenn du merkst, dass du uns belustigt hast, dann kicherst du immer mit und wiederholst prompt das Getane, in der Hoffnung wir beide müssten noch mehr Lachen.

Heute bist du auf den Gartentisch geklettert, um dort, auf dem Bauch liegend die Kuchenreste zu vertilgen. Ich schaue dich so oft an und bin so stolz auf dich, mein kleiner Wildfang. Du bist so wunderbar perfekt. Mein kleiner Räuberhauptmann. Im Moment muss ich dich jeden Abend in die Wanne stecken, weil du so oft von oben bis unten mit Sand / Dreck und Schlamm verschmiert bist. Heute morgen hast du mit deinem Papa die Reifen am Auto gewechselt und als ich raus kam um nach euch zu sehen, hattest du Dreck an deinen Händen und auch im Gesicht. Ich frage mich immer wieder, wie du das schaffst. Sauber bleiben in deinem Beisein ist im Moment quasi unmöglich. Dir ist es egal, ob deine Dreckfinger auf Mamas Hose landen und manchmal kann man gar nicht so schnell reagieren dich davon abzuhalten. Aber das ist okay. Wir haben eine Waschmachine (Und für deine Sachen Gott sei Dank einen Trockner). Du bist ein kleiner Junge. Und man darf dir den Wilden Kerl hier daheim auch gerne ansehen. Wenn wir woanders hingehen, bekommst du dann einfach ein paar saubere Sachen an. Gott sei Dank kauft die Mama gerne ein.

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