(Ein)schlafprobleme.

Ein freundliches Hallo in die Runde meiner Leser,

kennt ihr diese Gefühl, wenn ihr abends im Bett liegt und einfach nicht schlafen könnt? Egal was ihr versucht, es schießen euch tausend Gedanken durch den Kopf und ihr kommt einfach nicht zur Ruhe? So muss es dem Zwerg im Moment gehen.

Seit Tagen sind die Nächte hier ziemlich unangenehm. Und ich glaube das sind sie tatsächlich für uns alle. Ich bin im Moment so übermüdet, dass ich wirklich mit mir kämpfen muss nicht mitten am Tag einzuschlafen. Alles fing vor ein paar Nächten an. Der Zwerg schlief erst gegen 21 Uhr ein. Gegen Mitternacht wachte er auf und ich streichelte ihn, damit er wieder einschlafen konnte. Immer wenn mich der Schlaf übermannte und ich einschlief, wachte er wieder auf und jammerte. Ich schob es auf sein Fieber, Zäpfchen hatte er schon intus. Das ganze zog sich bis 4:00 Uhr. Völlig übermüdet weckte ich den Mann, erzählte ihm, ich hätte noch nicht geschlafen. Er übernahm und der Zwerg weinte los. Das ganze zog sich noch eine weitere Stunde und schließlich schliefen wir alle erschöpft und völlig übermüdet ein. Kurz nach 7:00 Uhr wachte der Zwerg allerdings schon wieder auf und diesmal war die Nacht endgültig vorbei.

Und so blieb es seitdem. Wir sind alle pro Nacht zwischen 4 und 5 Stunden wach. Und alle müde. Aber der Zwerg kommt einfach nicht zur Ruhe. Wir haben schon alles probiert, ihn zwischen uns, Streicheln, Singen, Tragen..nichts. Es hilft nicht. Mittlerweile bin ich wirklich richtig müde und heute Nacht war ich sogar richtig stinkig auf ihn. Warum kann dieses Kind mich nicht schlafen lassen? Warum ist er jede Nacht wach?

Heute Mittag lag ich mit ihm gemeinsam im Bett und ich glaube in der Sekunde kam ich hinter sein Problem. Er kann nicht abschalten. Sein Sprachschatz explodiert im Moment mehr denn je. Der Herzmann und ich scherzen schon, dass er zu seinem zweiten Geburtstag richtige Geschichten erzählen will. Und tatsächlich sagt er immer mehr richtige Sätze.

Aber zurück zum Mittagsschlaf. Wir lagen also im Bett, der Zwerg schon ziemlich müde. Er war fast eingeschlafen, da fiel ihm ein: „Mama, Nudel gesse“. Stimmt, wir hatten kurz vorher Nudeln zum Mittag gegessen. Ich erzählte ihm, dass wir jetzt ja satt sind und schlafen wollen. Gesagt, Getan. Er schlief beinahe, ein Auto hupte auf der Straße: „Mama, wer is`n das?“ ich ignorierte diesen Satz geflissentlich. „Hä, Mama, Is`n das? Hupt?“ ich erklärte ihm, dass ich keine Ahnung hatte wer. Er akzeptierte das. Ein weiterer Einschlafversuch, der von einem „Oh. Das da. Grüüün.“ unterbrochen wurde (er hatte unser Aufbewahrungsnetz entdeckt). Es folgten weitere Einschlafszenen. Die süßeste: „Mama au müde?“ ich: „Ja, Zwerg, ich bin sehr müde.“ er: „Dann aude zu!“ 😀 Aber auf die Art und Weise brauchte er über eine Stunde um zur Ruhe zu kommen und letztendlich einzuschlafen.

Und ich konnte dann nicht mehr einschlafen, weil ich tausend Gedanken im Kopf hatte. Vielleicht ist er Nächte wach, weil er nachdenkt? Weil er über seine Worte nachdenkt. Weil sein Sprachschatz explodiert. Aber – wie kann ich ihm helfen zur Ruhe zu kommen? Wie kann ich ihm zeigen, dass Schlaf nichts negatives ist?

Heute Abend waren wir vor dem Essen noch 40min spazieren, anschließend war er in der Wanne und nach dem Essen gab es noch ein Buch vorgelesen und ein Hörspiel zur Entspannung. Jetzt ist es 20:45 Uhr und er schläft. Ohne Drama oder rumturnen. Ich hoffe das ist ein positives Zeichen für heute Nacht.

 

Drückt mir die Daumen!

Den Nachtschwärmern unter euch wünsche ich eine wundervolle Nacht und den müden Eltern unter euch einen erholsamen ungestörten Schlaf.

 

Müde Grüße

Eure Sophie

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2 Gedanken zu “(Ein)schlafprobleme.

  1. Sara schreibt:

    Puh, das klingt anstrengend! Hoffentlich wird es bald besser. Die Sprache ist aber unglaublich präzise schon!

    Bei uns zog lange die Nummer mit : „am nächsten Morgen machen wir was ganz tolles, und zwar xxx. Dazu musst du aber erst schlafen“.

    Wenn sie jetzt mitten in der Nacht das System hochschalten will, gebe ich zu: ich pampe sie dann auch schon mal an. „Es ist mitten in der Nacht! Schlafenszeit!“ mit Nachdruck ausgerufen. Sie wirft sich dann aufs Kissen und schläft tatsächlich schneller wieder ein, als wenn ich aktiv was mache.

    Wir diskutieren aber auch ganz bewusst abends beim Waschen, fragen nach, was sie heute gemacht hat, da sprudelt es des Öfteren nur so aus ihr heraus.

    Ruhe ist dann aber Ruhe. Laaaaangweiliges danebensitzen, kein Singen, kein Streicheln, kein Tragen, keine Diskussion. Nur da sein und durch die Präsenz in den Schlaf begleiten. Das hat sich bei uns als bestes Mittel herauskristallisiert.

  2. Louisa schreibt:

    Oh, da haben wir ja noch einiges vor uns! 🙂

    Momentan (unser Spatz ist 9 Monate) ist es ein wahres Paradies: 19 Uhr ins Bett (inkl. Stillen) und dann schläft er sofort. Das Babyphone haben wir immer mit dabei. Ehe wir ins Bett gehen (wir schlafen alle im Familienbett) kann es zwar schon mal sein, dass wir 2 – 3 mal zu ihm gehen, weil er kurz wieder wach wird. Wenn wir dann aber alle im Bett liegen, wird zu 99% durchgeschlafen bis ca. 6 Uhr!

    Da gab es schon weitaus schlimmere Nächte und wenn ich das hier so lese … 🙂

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