Gedankenfluss zum Thema Schlaf und Schlafdefizite

Hallo ihr Lieben,

gerade stecke ich mitten in der Lernphase für meine Uni-Klausuren und deshalb ist dieser Beitrag hier eine willkommene Abwechslung 🙂

 

Es soll diesmal ums Thema Schlafen gehen. Bei Laura habe ich schon öfters darüber gelesen und aktuell schrieb auch Saskia ein bisschen was dazu. Und auch so, immer wieder stolper ich in Blogs über Schlafbeiträge. Nicht nur ausgelöst von der aktuellen Schreien-lassen Diskussion à la Stern TV, sondern auch über persönliche Erfahrungen.

Doch, warum ist dieses Thema bei uns Müttern immer wieder so präsent? Ganz einfach. Der Schlaf fehlt uns. Mir zumindest. Ich wusste vorher nicht, wie es ist wochenlang nur eine bis maximal zwei Stunden am Stück zu schlafen oder auch mal nach mehreren Nächten mit nur vier Stunden Schlaf zu funktionieren.

Natürlich gibt es auch jene Kinder, die wirklich von Anfang an ganz ruhig durchschlafen. Ich persönlich lächel dann immer milde, wenn es sich um frisch geborene Babies handel oder schaue wahlweise ein wenig neidisch, wenn die Kinder ein bisschen älter sind. Denn der Zwerg kam die ersten Wochen auch nur alle 4 Stunden nachts. Ich fragte mich immer wieder, was alle mit dem wenigen Schlaf mit Kindern haben. Denn wir schliefen von 22 Uhr – 2 Uhr und dann von 2:15 – 6:00 Uhr und anschließend nochmal von 6:30 – 10 Uhr. Wundervoll.

Es hätte so schön werden können, wenn, ja wenn sich nicht mit 8 Wochen alles plötzlich verändert hätte. Erst glaubte ich an einen Schub, als ich nächtelang alle 1-2 Stunden stillen musste. Aber nein. Es blieb so. Im Normalfall kam er bis zu seinem 8. Monatgeburtstag alle 2 – 3 Stunden, in extremen Nächten auch mal stündlich. Oft war er dazu nachts mehrere Stunden wach.

An manchen Tagen war ich gefühlt ein menschlicher Zombie an und der Mann und ich sehr ratlos. Es gab Abende da gingen wir um 22 Uhr ins Bett und früh um 4 saßen wir immer noch da und versuchten den Zwerg zum Schlafen zu bewegen. Gut, das waren wirklich extreme Nächte und selbst bei uns die Ausnahmen, aber ich war mehr als froh, dass der Mann mich da unterstützt hat. Ich sage euch, ich stand morgens oft voller Bewunderung in der Tür, wenn sich der Mann nach nur 3 oder 4 Stunden Schlaf auf dem Weg zu einem neunstündigen Arbeitstag machte.

Irgendwann gewöhnt man sich aber an den Schlafmangel, das ist die gute Nachricht. Und irgendwann schlafen auch diese Kinder besser. Der Zwerg ist mittlerweile zwei Jahre und schläft doch den Großteil der Nächte durch. Es gibt immer wieder Phasen in denen er lange wach liegt in der Nacht oder ständig aufwacht, aber sie werden seltener.

Aus Erfahrung kann ich allen Eltern die gerade in so einer Situation sind nur raten Ruhe zu bewahren. Irgendwann schlafen alle Kinder. Ich weiß, es gehört Kraft dazu aber wenn körperliche Ursachen ausgeschlossen sind, hilft es nur die Situation zu akzeptieren und sich so viel wie möglich Ruhe zu verschaffen.

Auch wenn gefühlt alle um euch rum behaupten, irgendwann muss das Kind doch mal durchschlafen und ihr sollte es schreien lassen, macht das nie. Eurer Kind braucht euch. Und jedes Kind ist anders. Der Zwerg kommt zum Beispiel auch heute nur sehr schwer runter nach aufregenden Tagen. Das ist einfach Charaktersache. Es gibt ja auch bei uns Erwachsenen unterschiedliche Menschen. Ich bin da genauso. Ich hatte gestern einen aufregenden Termin und konnte abends ewig nicht einschlafen, weil mir so viel im Kopf rumging und habe auch heute Nacht sehr unruhig geschlafen. Von daher sollte mich das Schlafverhalten meines Kinder nicht wirklich wundern.

Zum Abschluss wollte ich euch noch meine Tipps für diese Schlafdefizit-Zeit geben:

1. Kaffee und Cola.

2. Omas / Opas / Tanten / Onkel / Freundinnen zum spazieren gehen einspannen und euch was gutes gönnen

3. An Tagen wo ihr schon früh merkt, ihr seid zu müde und innerlich ein wenig Angst habt, einfach einzuschlafen – ab zu Freundinnen / Verwandten. Ihr werdet erstens von eurer Müdigkeit abgelenkt und zweitens schaut noch jemand anderes so ein bisschen mit nach dem Zwerg.

4. Abends früh schlafen gehen. Ich kann zum Beispiel tagsüber nicht schlafen, weil ich mich danach viel schlimmer fühle als vorher.

5. Euer Kind drücken und euch freuen, das es so fit ist.

6. Immer wieder daran denken: Es ist nur eine Phase. Phase. Phase. Phase. 😀

 

Im nächsten Beitrag wird es darum gehen, wie wir schlafen.

 

Ich wünsche euch einen tollen, warmen Donnerstag.
Eure Sophie

 

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3 Gedanken zu “Gedankenfluss zum Thema Schlaf und Schlafdefizite

  1. Steffi schreibt:

    Gott sei dank ist das mal gerade gar kein Thema bei uns, wir hatten da aber auch so unsere Zeiten. Die Zähne waren eigentlich das einzige Problem. Immer, wenn sich mal keiner gemeldet hat und das kam bis auf die letzten drei Monate fast immer vor, hat er schlecht geschlafen. Jetzt ist seit drei Monaten Ruhe. 20 Uhr ins Bett, 7 Uhr wach. Kann man den Wecker nach stellen. Jetzt ist er aber auch schon 18 Monate alt. Also immer Geduld!!! Die schöne Zeit kommt auch.
    Lieben Gruß, Steffi

  2. Tanja schreibt:

    Mir fällt gerade auf, dass in den meisten Berichten über das Thema Schlafen keine „Lösungen“ stecken. Würde ich das als Noch-nicht-Mutti lesen, käme ich ins Grübeln, ob ich wirklich ein Kind will. 😀 Deswegen finde ich den Post sehr gelungen und hilfreich! Danke dafür! Ich kann das alles unterschreiben. Kalea kam ja auch über Moooonate mehrmals in der Nacht und irgendwann kehrte dann aber Ruhe ein. 🙂

    Liebe Grüße
    Tanja

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