Zwergengeschichten.

Mein Zwerg,

gerade machst du wieder Sprünge, dass es Wahnsinn ist, dir dabei zuzusehen. Gerade bringt dein Papa dich ins Bett. Eigentlich viel zu früh, aber wer den Mittagsschlaf weglässt, kann eben nicht ewig wach bleiben.

Zur Zeit bist du wirklich zum Auffressen süß. Ich schaffe dich jeden Abend mit einem Lächeln ins Bett. Gleichzeitig kannst du einen aber schier in den Wahnsinn treiben. Es gibt zur Zeit so viel zu erzählen und schreiben, ich könnte gefühlt Bücher damit füllen.

Selbst wenn du Unsinn machst, machst du das mit einem Lächeln von dir sofort wieder wett. Ich bin so glücklich, weil ich dich habe und seitdem man sich richtig mit dir unterhalten kann, wird mir auch deutlich, wie sehr du mich liebst. Uns liebst. Du weißt gar nicht, wie sehr es mich freut, wenn du beim Essen ein ganz begeistertes „Meckt duut“ hören lässt, oder aber wenn ich dir sage, wie sehr ich dich liebe ein „Mama. auch seeehr lieb“ kommt.

Gleichzeitig kannst du aber auch der allergrößte Clown auf der Welt sein. Wenn man dich fragt: „Wer bist du?“ Sagst du zielsicher: „Ein `Dlaun`“. Dann muss ich immer fürchterlich kichern. Ich habe keine Ahnung, wo du das herhast..aber immer öfter kommt, wenn du Unsinn gemacht hast: „Zwerg ein Dlaun. Ne?“. Aber du weißt auch wie du heißt, auf die Frage wie du heißt, kommt sofort dein Name. Zur Zeit müssen wir unheimlich oft lachen und dein Lachen liebe ich ganz besonders, am liebsten lässt du dich von Papa oder mir fangen. Dann rennst du laut kreischend durch die Wohnung und wenn wir dich gefangen haben, dann beginnst du so laut und herzlich mit lachen, dass mir das Herz aufgeht. Wir verstehen uns so oft auch ohne Worte, du weißt ganz genau, du kannst mir vertrauen. Egal was da draußen in der Welt passiert, es gibt Mama und Papa, die auf dich aufpassen. Ich merke immer mehr, wie dir das bewusst wird. Du wirst immer mutiger und erkundigst deine Welt auch abseits von uns, aber letztendlich kommst du nach Hause und versuchst uns zu erzählen, was du alles erlebt hast. Ich liebe es dir zuzuhören und deine Geschichten erzählt zu bekommen.

Am Freitag erzählte mir eine deiner Erzieherinnen in der Kita, dass du schon sehr weit bist für dein Alter und man dich nicht erst auf gerade-mal-zwei schätzen würde. Ich weiß das schon lange und ich weiß auch, dass man auf dich eingehen muss. Man muss dich für voll nehmen und dich Ernst nehmen, sonst bist du ungemein frustriert. Du merkst dir unwahrscheinlich viele Dinge und erinnerst dich oft an Dinge, die für ein Kleinkind schon unwahrscheinlich lange zurück liegen. Gerade heute erzähltest du wieder von der FSJlerin in der Kita und das sie ja „nich mehhh da“ ist, dabei wirktest du ein wenig traurig. Es macht mich traurig zu sehen, dass dir so ein Abschied so zusetzt und du das nach fast 2 Wochen immer noch nicht so richtig verarbeitet hast. Das ist eben auch eine Seite von dir. Neben dem Wildfang oder „Dlaun“ wie du sagen würdest, bist du eben auch ein kleines Sensibelchen. Du hast an vielen Dingen lange zu knabbern und manchmal habe ich das Gefühl, es muss ziemlich anstrengend sein, sich an so viel zu erinnern. Viele Kinder hätten die FSJlerin wahrscheinlich schon längst vergessen, aber dir bleibt sie irgendwie im Kopf.

Aber zurück zum lustigen Teil. Gestern hast du dir beim Einkaufen allen Ernstes als ich gerade etwas in den Wagen legte, eine Tomate von der Auslage genutzt und genüsslich reingebissen. Dann strahltest du mich an und sagtest: „Mama. Domade funden“ 😀 Und ich wusste nicht ob ich lachen oder schimpfen sollte. Es ist auch interessant, wie du einkaufst. Es müssen Tomaten, Gurke, ein Joghurt , Käse, Brötchen, Schokolade und Gummibärchen in den Wagen. Zumindest wenn es nach dir geht 😉 Das du das nicht alles bekommst ist klar.

Du bist so schrecklich groß geworden. Manchmal möchte ich einfach die Zeit anhalten. Auf eine große Stoppuhr drücken oder dir sagen, du sollst doch noch ein wenig warten, so groß zu werden. Erst gestern warst du mein Baby und jetzt kann ich mich schon richtig mit dir unterhalten. Du bist mein Rabaukenjunge. Dem Zwerg schon längst entwachsen. Und ich liebe dich.

Deine Mama

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