Zwergennächte im eigenen Zimmer.

Guten Morgen,

heute Abend ist es eine unglaubliche Woche her, dass der Zwerg das erste mal in seinem eigenen Bett im eigenen Zimmer schlief. Auf Instagram und Facebook hatte ich schon gesagt, dass ich definitiv nach einer Weile darüber berichte. 🙂

Als ich damals mit dem Zwerg schwanger war, bauten wir im Schlafzimmer die Babywiege meines Mannes auf (er hat darin schon geschlafen und sein Papa hat sie selbst gebaut). Doch als der Zwerg auf der Welt war, stand für uns beide fest, da schläft er nicht drin. Kuscheln ist doch so viel schöner. Der Mann und ich sind schließlich auch Zusammen-Schläfer. Wir schlafen immer ineinander umarmt ein und wenn nicht, dann halten wir zumindest Händchen. Deshalb war klar: Der Zwerg braucht uns. So schlief der Zwerg von Anfang an im Familienbett. Nach 2 oder 3 Monaten wurde er allerdings beweglicher und immer öfter hatte ich Füße im Rücken oder er rutschte nach unten. Uns war klar: Es ist Zeit für ein eigenes Bett. Aber die Wiege stand und nach wie vor, viel zu weit unten, war nicht Höhenverstellbar und ich weigerte mich, nachts alle 2-3 Stunden aufzustehen, um das Baby zu stillen. So bauten wir sein normales Babybett auf, nahmen eine Gitterseite ab und nutzten es sozusagen als großes Balkon-Bett. So waren wir alle zufrieden, es klappte wunderbar so.

Mit 9 oder 10 Monaten wurde der Zwerg mobiler und damit wuchs beim Mann die Angst, er könnte rausfallen. Also montierte er das Gitter fest. Das Bett blieb genauso an unserem dran wie vorher. Ergebnis dieser Aktion war, das ich als hormongebeutelte „Muddi“ abends im Bett, heulend vor dem „eingeknasteten“ Baby saß und ihn nach dem ersten Stillen in unserem Bett lies. Daraufhin schlief der Mann auf der Gitterbettseite und hob den Zwerg zu jedem Stillen rein und raus. Da das allerdings zu dem Zeitpunkt nach wie vor alle 2, maximal 3 Stunden war, war das eine ziemlich nervige Angelegenheit. Der Zwerg schien die Gitterstäbe auch nicht zu mögen und so zog er sich daran hoch, und wenn er nicht drin bleiben wollte, schmiss er sich drüber in unser Bett. Nach einer oder 2 Wochen sahen wir das Projekt Gitterstäbe als gescheitert an und fanden eine Zwischenlösung: es wurden 3 Stäbe in der Mitte herausgenommen. So konnte der Zwerg nicht herausrollen, aber jederzeit zu uns gekrabbelt kommen, bzw. konnte ich ihn durch die Lücke zum Stillen holen und zurücklegen.

Als der Zwerg über einem Jahr war, kam das Gitter wieder ganz ab. Er kroch ohnehin abends, wenn wir das Zimmer verlassen hatten, durch die Stäbe und lag, wenn wir ins Bett sind bei uns. Uns störte es nicht, dass er immer noch im Familienbett schlief. Oft schlief er in unserem Bett ein und wenn wir abends schlafen gingen, legten wir ihn in sein Bett. Irgendwann kurz vor seinem 2. Geburtstag kam es allerdings dazu, dass er sich nicht mehr zurück legen lies. So schliefen wir Nacht für Nacht zu dritt in unserem Bett. Mit fortschreitender Schwangerschaft und Bauch störte mich allerdings, so wenig Platz zu haben und auch der Mann war zunehmend genervt von nächtlichen Tritten oder einem umherwühlenden Zwerg neben sich.

Familienbett mit 2 Kindern war für uns durchaus auch eine Option, aber da das Zwergenzimmer fertig wurde, entschlossen wir, zu versuchen den Zwerg in seinem eigenen Zimmer schlafen zu lassen. Wichtig zu erwähnen wäre vielleicht, es gab von unserer Seite keinen Druck. Wir haben es probiert und wenn es nicht geklappt hätte, dass wäre das auch vollkommen in Ordnung gewesen.

Vor einer Woche legten wir den Zwerg abends in sein Zimmer und er brauchte glatte 2 Stunden bis er geschlafen hat. Seitdem wird die Einschlafzeit aber immer kürzer. Er schläft ziemlich gut in seinem Bett, bis ungefähr 2 oder 3 Uhr nachts. Dann meckert er in seinem Bett und kommt zu uns rüber gekrochen. Also sozusagen Familienbett zur Hälfte 😀 Wir lassen ihm die Zeit, die er braucht und wir sind der Meinung, dass er irgendwann auch die komplette Nacht in seinem Bett schlafen wird. Es ist nicht so, dass wir es nicht probiert hätten. Aber wenn er in seinem Bett bleiben soll, macht er irgendwann das Licht an und will aufstehen. In unserem Bett schläft er jedoch sofort weiter.

Es gibt bestimmt einige, die sagen, es ist falsch ihn nachts in unser Bett zu lassen, aber wir finden das für uns im Moment so als richtige Lösung. Wir brauchen unseren Schlaf und jede Nacht 1 Stunde neben seinem Bett zu sitzen in der Hoffnung er schläft wieder ein, stellt hier keine Option dar. Dafür, dass der Zwerg 2 Jahre im Familienbett geschlafen hat, finde ich das es richtig gut klappt, so im eigenen Bett. Und der Mann und ich haben wenigstens manchmal das Bett zu Zweit. Bevor es ab März wieder dauer-belegt ist. 😀

Wie war das bei euch so? Hattet ihr auch ein Familienbett?

Liebe Grüße und einen tollen Donnerstag.

Eure Sophie

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