Wir fahren jetzt rückwärts.

Hallo ihr Lieben,

letzten Mittwoch machten wir uns auf den Weg ins 90km entfernte Leipzig, um einen neuen Sitz für den Zwerg zu besorgen. Unseren vorherigen Sitz, einen Maxi Cosi Priori, hatten wir von Bekannten meiner Eltern bekommen. Damals war ich ganz hibbelig, wann denn der Zwerg endlich vorwärts fahren darf und wechselte in meinem Übermut schon mit 10 Monaten in diesen Sitz. Jetzt dürft ihr gerne schimpfen, ich weiß, es war noch viel zu früh, aber er konnte sitzen, hatte das Gewicht und sein Kopf näherte sich gefährlich der Maxi-Cosi-Babychalen-Kante. Ich gebe es zu: ich war damals unwissend und dankbar, dass wir einen Sitz bekamen und ich mich nicht weiter damit befassen musste. Durch das Lesen in Foren und / oder Blogs wurde ich allerdings zunehmend auf Reboarder aufmerksam.

Mittlerweile weiß ich, dass ich den Zwerg viel viel zu früh in den größeren Sitz gepackt habe. Kurzum: Ich würde es heute anders machen. Nun fuhren wir bis letzte Woche mit dem Maxi Cosi Priori, allerdings merkte man zunehmend, dass der seine Jahre rum hat und nicht mehr das an Sicherheit bietet, was wir wollen bzw. von einem Sitz erwarten.

Der Mann und ich begannen uns also umzusehen und gingen in ein örtliches Babygeschäft. Fehlanzeige. Als einzigen Reboarder führten sie dort den Cybex Sirona, allerdings war der uns schon fast zu klein, immerhin hat der Zwerg schon c.a. 12kg und der geht nur bis 18kg. Im Internet hatte ich allerdings gelesen, dass es auch welche bis 25kg gibt. Außerdem war die Beratung echt richtig mies. Die Verkäuferin selber nicht überzeugt vom Reboarder System (sie konnte uns nicht mal den Sirona erklären), meinte es gäbe ja noch die Fangkörper Variante. Damit war der Zwerg allerdings absolut nicht einverstanden. Sie riet uns zu einem Römer Sitz und meinte, der 5-Punkt-Gurt sei ja mittlerweile sicherer als der von unserem alten Sitz. Wo da der Unterschied lag, verstand ich allerdings nicht.

Ich muss dazu sagen, dass nur ich von den Reboardern überzeugt war, der Mann war der Meinung, er will den Zwerg sehen und Unfälle passieren eh nur selten und es ist gar nicht gesagt, dass da was passiert. Trotzdem konnte ich ihn zu einem Besuch bei den Zwergperten in Leipzig überreden. Die Beratung dort war wirklich super. Man nahm die Gedanken und Sorgen meines Mannes zwecks Sichtbarkeit vollkommen ernst und erklärte ihm nochmal in Ruhe die Vorteile von Reboardern. Nach diesem Besuch war auch er überzeugt, dass es ein rückwärtsgerichteter Sitz werden sollte. Wir entschieden uns für den Axkid Kidzofix, weil der bis 25kg geht und auch so genug Platz bietet.

web5

(entschuldigt bitte die miese Bildqualität, aber ich hatte nur mein Handy einstecken und die Lichtverhältnisse waren super doof)

In Reboardern fährt ein Kind übrigens bis zu 5x sicherer, als in einem normalen Sitz. Wen das ganze Thema jetzt neugierig gemacht hat, der Klicke bitte HIER.

Die Bedenken vom Mann wurden im übrigen vollkommen zerstreut. Dank Spiegel an der Kopfstütze vom Rücksitz, kann ich den Zwerg nach wie vor von vorne sehen und auch, dass sich der Zwerg nicht dran gewöhnt, war ein sinnloser Einwand. Er liebt Rückwärtsfahren total und hat sich noch nie beschwert, dass er plötzlich weniger oder schlechter sieht. Im Gegenteil, er albert immer mit seinem Spiegel umher 🙂
Fahrt ihr auch rückwärts?

Liebe Grüße
Sophie

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