Schwangerschaft: Das erste mal Yoga

Hallo ihr Lieben,

ich war heute das erste mal zum Schwangerschafts-Yoga, ach, was erzähl ich euch da. Ich war das erste mal zum Yoga überhaupt.

Wer mich kennt, weiß, dass ich eine eher, sagen wir…hibbelige Person bin. Entspannung? – Was ist das?, Abschalten? – Brauch ich nicht! Aber gerade im Hinblick auf die Geburt und für die Ruhe des Babys fand ich, dass mir ein wenig innere Ruhe wahrscheinlich nicht schaden kann.

Das Schwangeren-Yoga wird hier in einer Salzgrotte angeboten, also in einem Raum der Salzkörner auf dem Boden hat (also grobe Salzkörner..kein normales Salz zum essen versteht sich :-D) und Salzsteinlampen überall und Salzwasser das in einem Springbrunnen plätschert. Kurz: Es ist schon so total entspannend.

Es lief also sanfte Entspannungsmusik, das Licht war gedimmt und es sollte losgehen. Und ich? Ich musste angesichts des Entspannungsgerede beinah laut loskichern. Ich fand es so skurril. Gerade ich, die hibbelige Sophie zwischen alles entspannten Fast-Mamas. Kurzum: ich fühle mich wie eine Springmaus zwischen lauter Chinchillas 😉 Aber ich machte brav die Übungen mit und versuchte in den Bauch zu atmen ohne kichern zu müssen. Und das mit dem Augen geschlossen halten, das wollte gar nicht klappen. Wie soll man auch bitte Balance halten mit geschlossenen Augen? Also ich kann das echt nicht. Nach ein paar anfänglichen Dehnungsübungen mussten wir den Kopf zur einen und zur anderen Seite dehnen und ich?…Vergaß meine Nackenbeschwerden und die Worte meines Physiotherapeuten: „Überdehnen Sie bitte ihren Kopf nicht und machen sie langsam“. Das rächte sich, als wir im Stand nach unten / oben / links und rechts schauen sollten. Unten klappte noch. Oben war irgendwie schon schwummerig, links begann es in den Ohren zu rauschen und rechts fühlte ich mich, als säße ich im Karussell, hatte Schweißausbrüche und das Gefühl nicht mehr atmen zu können. Zitterig verließ ich Hals über Kopf den Raum und trank erstmal was und setzte mich. Die Yoga-Lehrerin war ganz verständnisvoll und die nette Empfangsdame war ehrlich um mich besorgt. Nach ein paar Minuten fühlte ich mich aber schon wieder besser und war 10 Minuten später endlich wieder in der Lage mitzumachen.

Ab da fiel mir das ganze komischerweise leichter. Ich glaube ich habe mir im vornherein einfach nicht genügen Gedanken gemacht, was auf mich zu kommt und das Yoga = Ruhe und Entspannung bedeutet. Ich absolvierte die Übungen ein bisschen langsamer, konzentrierte mich aufs richtige Atmen und machte bei den Nackenübungen einfach ein  bisschen langsamer.

 

Und soll ich euch was verraten? Ich wurde tatsächlich entspannt. Ich genoss es, hörte ich mich hinein und bei der Abschlussentspannung lag ich tatsächlich die ganze Zeit still und mein Kopf war wie leer gefegt. Das mit den geschlossenen Augen wollte zwar noch nicht ganz klappen, aber da ich bin zuversichtlich.

Ich werde mich nächsten Mittwoch auf jeden Fall wieder auf den Weg zum Schwangeren-Yoga machen. Ich glaube so ein wenig verordnete und erzwungene Entspannung tut mir echt gut. Denn selbst jetzt, 3 Stunden später fühle ich mich innerlich noch immer so entspannt wie schon lange nicht mehr 🙂

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