Gedankenfluss: Fantasie / Träume / Glaube

Zu allererst einmal: Ich wünsche euch allen einen wundervollen Nikolaus. Ich hoffe, dass er auch noch bei ein paar Mamas und Papas fleißig war 😉

 

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Die Weihnachtszeit stimmt mich immer super glücklich, in diesem Jahr aber gleichzeitig irgendwie nachdenklich. Es ist das erste Mal, dass der Zwerg diese Zeit wirklich bewusst erlebt. Klar, hat er das auch schon letztes Jahr mitbekommen, aber ich glaube dieses Jahr begreift er zum ersten Mal, wie das mit dem Nikolaus / Weihnachtsmann und so weiter wirklich läuft. Vielleicht liegt es an dem Pünktchen im Bauch und den damit verbundenen Hormonen, oder aber es ist einfach so, auf jeden Fall macht es mich unglaublich sentimental zu sehen, was aus meinem kleinem Babyzwerg geworden ist. Während ich diese Zeilen schreibe, habe ich übrigens schon wieder Tränen in den Augen vor lauter Glück und Solz *hach*.

 

Bei uns fing die Nikolaus Vorbereitung gestern an, als der Mann 18:30 Uhr von Arbeit kam. Wir zogen uns an und machten und mit Taschenlampe auf den Weg, schauen ob wir den Nikolaus schon sehen. Diese Tradition habe ich noch aus meiner Kindheit, wo wir uns egal bei welchem Wind und Wetter auf den Weg machten und schauten, ob der Nikolaus schon irgendwo zu sehen war. Diese Spannung wollte ich zu gerne, auf den Zwerg übertragen und so leuchteten wir in die dunklen Ecken, bewunderten die Weihnachtsdeko in den Fenstern und bestaunten ganz zum Schluss noch die Pyramide hier im Ort. Wieder daheim angekommen, putzten wir unsere Stiefel. Der Zwerg war eifrig bei der Sache und lies es sich nicht nehmen auch noch Mama und Papa zu helfen. Dann ging es für den Zwerg in die Wanne, wir aßen gemeinsam. Bevor es dann ins Bett ging, stellte der Zwerg noch einen Teller mit Milch und Stollen neben die Schuhe, immerhin kann es ja sein das der Nikolaus Hunger hat.

 

Als er schlief, schlichen der Mann und ich uns in den Flur, und leerten als erstes den Teller, dann schrieb ich einen kleinen Brief dazu, in dem sich der Nikolaus für Milch und Stollen bedankt und als Tausch einen Kinderriegel hinlegte. Dann nahm ich goldenes Glitzerpulver und Glitzersterne, machte Fußabdrücke und verteilte diese von der Tür zu den Zwergenschuhen. Manche von euch werden jetzt denken, dass ich übertreibe, aber nein. Für uns ist das so genau richtig. Ich erinnere mich noch gut als ich ein Kind war. Ich liebte die Weihnachtszeit. Den Anfang machte für mich immer mein Geburtstag, kurz darauf Nikolaus und schließlich Weihnachten. Ich erinnere mich noch an die Aufregung, die abends in der Luft lag, wenn wir den Nikolaus suchen waren und dann gemeinsam unsere Schuhe putzen. Ich erinnere mich noch daran, wie ich mit meinem Bruder am 05.12. aufgeregt im Bett lag und wir morgens in aller Frühe sofort zu unseren Schuhen rannten, um zu schauen, ob der Nikolaus auch wirklich da war. Und auch als ich größer wurde, ging jene Magie des Dezembers nicht wirklich flöten. Ich erinnere mich noch, wie ich sogar mit 19 noch nach der Arbeit zu meinen Eltern fuhr, um mit meinen Geschwistern gemeinsam eine Runde durch den Ort zu laufen und den Nikolaus zu suchen. Und das obwohl wir, bis auf den Kleinsten, alle schon längst viel zu groß waren. Heute, 7 Jahre später sucht längst keiner mehr aus meiner Familie den Nikolaus. Wir sind alle groß geworden, wohnen nicht mehr zu Hause und auch der Kleinste ist deutlich zu groß um an sowas zu glauben. Um so schöner finde ich jetzt, dass ich mit meiner eigenen kleinen Familien an solchen kleinen Ritualen festhalten kann. Gestern telefonierte ich mit meinem Papa und er erzählte mir, dass es toll sei, dass wir dieses Ritual so weiterführen. Als Mama kann ich annähernd nachvollziehen, wie schön das sein muss, wenn Kinder liebgewordene Dinge ganz selbstverständlich weiterführen.

 

Ich bin auch super froh, da mit dem Mann einer Meinung zu sein. Wir denken beide, dass wir Eltern dafür verantwortlich sind, wie sich die Fantasie und der Glaube unserer Kinder entwickelt. Ich möchte dem Zwerg gerne Raum geben an noch so unwirkliche Dinge zu glauben. Ich finde diese Weihnachtsmagie ist so ein Zauber der uns ein wenig inne halten lässt. Und das möchte ich gerne fördern. Ich möchte, dass er ganz lange und sehr fest an Gestalten wie den Weihnachtsmann oder Nikolaus glauben kann. Ich gebe ihm nicht vor, wie seine Fantasie sein soll, aber ich gebe ihm Gedankenanstöße. Mit Glitzerspuren und „aufgegessenem“ Stollen und „ausgetrunkener“ Milch. Mit kleinen Briefchen und Überraschungen.

 

Aber nicht nur zur Weihnachtszeit sind Träume und Fantasie so wichtig. Manche Leute behaupten, wer glaubt, schützt sich vor der Realität, weil er in eine Scheinwelt flüchtet und ist damit schwach. Dem widerspreche ich total. Ich liebe es zu träumen. Auch heute noch nehme ich mir vor dem Einschlafen oft die Zeit ein wenig zu träumen. An die Unwirklichsten Dinge zu glauben. Ich bin mir in meinem Herzen ganz sicher, irgendwann könnten die kühnsten Träume war werden und nur wir haben in der Hand, ob wir das angehen oder Chancen an uns vorbeiziehen lassen.

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