Rückblick auf 2013 als Paar.

Heute geht es mal ausnahmsweise nicht um den Zwerg oder das Pünktchen, beziehungsweise nur indirekt, es soll um das Leben als Paar gehen.

Der Mann und ich, wir kennen uns mittlerweile seit Anfang 2005. Was als Bekanntschaft begann, wurde relativ schnell zu einer festen Freundschaft. Wir waren die engsten Vertrauten füreinander und haben fast keinen Tag voneinander getrennt verbracht.

2009 fragte der Mann mich dann ganz romantisch, ob ich seine Frau werden will. Ich sagte natürlich sofort „Ja!“ und ein aufregendes Jahr voller Planen begann. Im März 2010 schafften wir uns dann noch den Hund an. Das war eine ziemlich spontane Idee und anfangs auch recht Nervenzerrend, aber wir spielten uns recht schnell wieder ein.

Im September 2010 heirateten wir, genauso wie wir uns das vorgestellt hatten, im Kreis unserer Liebsten.

Als ich kurz darauf den positiven Schwangerschaftstest in der Hand hielt, fiel ich aus allen Wolken, denn so richtig geplant war der Zwerg (noch) nicht. Aber wir freuten uns trotzdem wie verrückt und schon ging es in die Babyplanungsphase.

Im Juli 2011 kam dann unser Zwerg zur Welt. Es war einer der schönsten Tage in unserem Leben, und der Mann war die ganze Zeit an meiner Seite. Komischerweise weiß ich selber nicht mehr allzuviel. Nur noch Bruchstücke. Wie der Mann mit seiner OP-Mütze hinter mir sitzt, wie mir der Zwerg das erste mal gezeigt wird und dann auf meiner Brust liegt, das erste Stillen und so weiter. Logischerweise veränderte sich unser Leben mit diesem Tag komplett.

Ab jetzt war das Baby der Mittelpunkt in unserem Leben. Ich war anfangs sogar neidisch, wenn der Mann auf Arbeit war. Er hatte sein Leben ja wenigstens diese Stunden am Tag noch wie vorher. Mein Alltag bestand aus Stillen, Windeln wechseln und Baby bespaßen. Dann kam eine Zeit, in der der Zwerg echt mies schlief und die Nerven wegen nur 4-5 Stunden Schlaf pro Nacht (manchmal weniger) auf beiden Seiten mehr als blank lagen. Einzig und allein sicher war eigentlich die erste Schlafphase des Zwerges. Gegen 19 Uhr ging er ins Bett und schlief dann bis 22, manchmal 23 Uhr. Dazu kamen noch andere private Probleme. Kurzum: unsere Nerven lagen blank und das ließen wir leider immer öfter den anderen spüren.

Gerettet hat uns in dieser Zeit exklusive Paarzeit. Gott sei Dank haben wir Familie in der Nähe und so ein solides Netzwerk aus Omas / Opas und Tanten / Onkel um uns, dass es uns möglich war, eben in dieser ersten Schlafphase ab und an mal für ein paar Stunden zu verschwinden. Im Sommer gingen wir so ständig Geocachen, fuhren in der Umgebung umher und suchten gemeinsam die Caches. So waren wir meistens im Umkreis unterwegs, wären innerhalb von 10 Minuten wieder daheim gewesen und konnten gemeinsam durchatmen. Dadurch kamen wir uns wieder näher und es wurde langsam wieder wie früher. Man merkte einfach, dass wir vorher 7 Jahre die besten Freunde gewesen waren und vorher eigentlich nur auf uns achten mussten. Das da jetzt plötzlich jemand drittes war, brachte alles durcheinander und wir mussten uns erstmal wieder finden.

Noch besser wurde es, als der Zwerg in die Kita kam. Da der Mann einen Tag in der Woche frei hat, nutzen wir die Vormittage, um kurz Paarzeit zu haben, wenn es sich abends länger nicht ergeben hatte. Mittlerweile hat sich das wieder relativiert und der Zwerg ist oftmals mit daheim 😀

Ende 2012 schlief der Zwerg dann das erste mal bei einer seiner Omas und ich sage euch, mir hat es das Herz zerrissen. So sehr wir ich mich auf einen Paarabend und eine Nacht durchschlafen gefreut habe, so schrecklich fand ich diese Nacht ohne den Zwerg. Aber ihm hat es super gefallen und uns hat das echt gut getan.

2013 war also das Jahr unserer Paarzeit. Der Zwerg schlief in regelmäßigen Abständen bei einer seiner Oma (im Schnitt alle 1-2 Monate, aber auch mal alle 3 Monate) und der Mann und ich fanden wieder richtig sehr zueinander. Die Abende verbrachten wir entweder irgendwo gecachend, bei Rock`n`Roll Veranstaltungen, oder aber zu zweit in einem Restaurant. Es hat bei uns gedauert, bis sich alles eingespielt hatte, aber es funktionierte. 2013 sind wir uns glaube ich noch näher gekommen, als wir das vorher waren. Der Mann ist nach wie vor mein bester Freund und der Mensch, auf den ich um nichts in der Welt verzichten möchte.

Unsere Beziehung ist für uns ein ganz einzigartiges Gut. Wir haben vor über 8 Jahren den einen Menschen gefunden, ohne danach gesucht zu haben. Wir sind beide ineinander gestolpert und kamen nie mehr voneinander los. Wir denken und fühlen grundsätzlich gleich und es gibt nur selten Momente, in denen der eine nicht der Meinung des anderen ist. Wir beenden die Sätze, die der andere beginnt und verstehen uns blind.

2013 war unser Jahr als Paar und wir sind super gespannt, was 2014 auf uns wartet. Im Moment versuchen wir noch 1-2 mal wegzugehen und rauszukommen. So waren wir Mitte Dezember nochmal bei einem Rock`n`Roll Konzert und haben den Abend mit wirklich tollen Leuten verbracht. Jetzt sind im Januar und Februar noch kindfreie Abende geplant und ich hoffe, das klappt alles so.
Warum ich das so offen und ehrlich schreibe? Ich möchte allen Eltern Mut machen, deren Beziehung durch die Anfangszeit mit Baby leidet. Das ist normal und es kommen bessere Zeiten. Wichtig ist, dass man sich nicht aus den Augen verliert und weiterhin in eine Richtung blickt. Der Mann und ich, wir waren uns stets einig, dass wir diese Zeit gemeinsam durchstehen und seit langer, langer Zeit haben wir uns nun als Familie gefunden. Ich hatte anfangs Angst, unsere Beziehung könnte durch die Kinder leiden, doch das blanke Gegenteil ist der Fall. Der Zwerg ist toll und er passt perfekt zu uns. Wir lieben die Zeit zu dritt, aber nichts desto trotz, brauchen wir auch Auszeiten als Paar. Nur der Mann und ich. Um Energie zu tanken und zu spüren: Wir leben noch. 😉 Wir sind immer noch wir. Trotz allem. Und vor der Pünktchen-Anfangszeit habe ich keine Angst mehr, denn ich weiß: Auch wenn die Paarzeit erstmal weniger wird, irgendwann wird es wieder. Und dann ist es, als wäre es nie anders gewesen.

Und seitdem wir das erkannt haben, läuft es besser denn je zwischen uns. Das Gefühl eine eigene Familie zu sein ist unschlagbar. Ich liebe den Mann dafür, dass er der beste Papa der Welt ist. Dafür, dass er so geduldig mit dem Zwerg umgeht und wir die gleichen Ansichten haben. Er ist einer der großartigsten Menschen auf dieser Welt und ich weiß, dass er für mich, den Zwerg und das Pünktchen alles tun würde. Wir würden für den jeweils anderen durchs Feuer gehen. Ich liebe ihn. Er ist der Topf zu meinem Deckel, ihm gehört ein riesiger Teil meines Herzens. 8 Jahre. Verrückt. Und doch so Großartig.

PS: Zum Kommentieren, oben links auf das Herzchen klicken!!! 🙂

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Ein Gedanke zu “Rückblick auf 2013 als Paar.

  1. Tanja schreibt:

    Ja, die Paarzeit ist so unheimlich wichtig. Wir hatten und haben verdammt wenig Zeit zusammen. Als Käfer noch unter einem Jahr alt war, hatte mein Mann immer Nachtdienst, arbeitete, schlief, war kurz halb wach und schlief dann nochmal, um den Nachtdienst zu überstehen. Jetzt hat er zwar keinen Nachtdienst mehr, dafür arbeiten wir versetzt. Und er muss am Wochenende eigentlich immer arbeiten, kommt spät heim, wo ich ja das Wochenende frei habe. Und jetzt in den zwei Urlaubswochen haben wir einmal mehr gemerkt, dass uns gemeinsame Zeit gut tut. Dass es die Beziehung rettet. Dass man weniger streitet, sondern endlich mal als kleine Familie alles erlebt, Schlafzeiten vom Käfer als Paar nutzen kann… Tut gut. Muss sich also hier was ändern, damit alles harmonisch bleibt.

    Danke für den Post – war schön zu lesen.

    Liebe Grüße
    Tanja

    Kommentieren klappte gut. 😉

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