37+6, Zwergen-Fortschritte

Mein Zwerg,

 

heute ist der letzte Tag meiner 38. Schwangerschaftswoche, das heißt ab morgen befinden wir uns bereits in der 39. Woche. Dann sind es theoretisch noch 2 Wochen bis dein Geschwisterchen das Licht der Welt erblickt. Es kann eigentlich jetzt schon jeden Tag soweit sein. Dein Papa und ich sind schon sehr gespannt, wie das so wird mit euch beiden. Aber genauso sehr merken wir, wie auch du dir deine Gedanken machst. Damit du nicht erschreckst, habe ich dir erklärt, dass ich dir auf jeden Fall Bescheid sage, wenn wir ins Krankenhaus fahren und dich zur Not auch nachts kurz wecke. Ich weiß nämlich noch, als meine Mama mit meiner kleinen Schwester schwanger war und ich eines morgens aufwachte und nur die Oma da war, war ich ziemlich verwirrt.

 

Dich beschäftigt das Thema ziemlich sehr. Von alleine gehst du fast jeden Tag an den Kleiderschrank vom Pünktchen und kontrollierst ob noch alles da ist. Die Windeln, die Pullover, Strampler, Bodies und so weiter. Dann musst du in jede Schublade schauen und immer kommentieren, was da drin ist und das das Baby das bald alles brauchen wird. Außerdem erklärst du gerne lang und breit, dass das Baby dann in der Nonomo schlafen wird, auf der Wickelkommode gewickelt und im Kinderwagen umherfahren werden wird.

 

Generell machst du gerade wieder richtig große Fortschritte. Du quasselst wie ein Wasserfall und erzählst mir auch immer öfter, was so passiert, wenn ich nicht dabei bin. So erfahre ich zum Beispiel das du mit T. aus der Kita heimlich mit den Klobürsten gespielt hast und du aber dann festgestellt hast, dass Mama immer sagt, Klobürsten dürfen nur von Mamas und eurer Erzieherin benutzt werden. Außerdem erzählst du mir des öfteren, was dein Papa dir so im Vertrauen erzählt, was mich nicht selten zu einem kichern verleitet.

 

Imitieren ist bei dir im Moment auch ganz groß. Alles was wir machen, musst du auch unbedingt machen. Das beginnt beim Haushalt (kehren und wischen) und endet beim Lampe aufhängen mit deinem Papa. Du musst immer dabei sein und uns helfen. Es ist wundervoll zu sehen, wie stolz du dann bist, wenn du etwas geschafft hast und wirklich helfen konntest. Beim Einkaufen kann man dir mittlerweile einen Chip in die Hand geben und du holst dir von ganz alleine deinen eigenen kleinen Wagen. Wenn ich dann an der Kasse stehe und alles auf dem Band liegt, verschwindest du oft ums Eck (ich hab dich dabei natürlich immer im Blick) und kommst stolz mit dem Chip in der Hand zurück. Oftmals staunen dann die Verkäuferinnen, wie selbstverständlich du es beherrschst den Wagen schon alleine wegzubringen. Dann nimmst du auch gerne einen Henkel von der Tüte um mir beim Tragen zu helfen.

 

Mein Zwerg, du wirst so wunderbar groß und selbstständig. Ich staune beinah täglich über dich kleinen Wirbelwind. Es ist unglaublich wie groß du geworden bist. Der Gedanke an deinen kleinen Bruder und an die erste Zeit mit Baby führt mir derzeit immer wieder vor Augen, wie viel Weg wir schon gemeinsam hinter uns haben.

 

Heute morgen kuschelten wir im Bett und ich drückte dich fest an mich und sagte dir, dass du immer noch mein kleiner Zwerg bist. Du hast darauf hin gelacht und gesagt: „Neiiin. Ich bin schon groß, Mama.“ Und damit hast du vollkommen recht. Im Moment darfst du noch mein Kleiner sein, aber bald bist du der Große. Der große Bruder. Der, der das Pünktchen an die Hand nehmen wird. Ich bin mir sicher, dass du das ganz grandios machen wirst. Du bist ja auch schon ganz hibbelig und fragst jeden Tag ob es jetzt los geht. Du wartest genauso gespannt wie dein Papa und ich, auf das was da kommt und passiert. Du sagst oft zu meinem Bauch: „Hallo Pünktchen. Wo bist du?? Ich kann dich nicht sehen. Komm da doch mal raus.“

 

Ich bin mir sicher, dass die Zeit zu Viert für uns als Familie ganz ganz toll wird und das dein Geschwisterchen eine Bereicherung für dich sein wird. Mein Zwerg, ich weiß auch, dass es anfangs ein bisschen schwer sein wird. Du wirst dich ganz schön umgewöhnen müssen, nicht mehr der einzige zu sein. Du wirst lernen müssen auch mal zu warten, bis Mama Zeit hat, zum Beispiel, wenn ich das Pünktchen stille. Aber ich weiß, dass du das hin bekommst. Das wir das schaffen werden.

 

Und ich gebe auch ehrlich zu, ich habe ein bisschen Angst. Du und ich, wir sind einfach ein eingespieltes Team. Wir sind eine Einheit und verstehen uns oft blind. Da ist einfach dieses Mama-Kind-Band zwischen uns. Ich freue mich so sehr darauf, bald Mama von zwei tollen Jungs zu sein, aber genau dieser Einschnitt und das du denken könntest, ich wäre nicht mehr 100%ig für dich da, schmerzt mich jetzt schon irgenwie. Ich liebe dich so unendlich sehr. Du bist mein Herz. Und du sollst wissen, ich stehe immer hinter dir.Meine Liebe zu dir, wird nie weniger werden.

 

Ich liebe Dich, mein Zwerg.

Deine Mama

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2 Gedanken zu “37+6, Zwergen-Fortschritte

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