Wie ist das eigentlich als Zweifachmama?! – Einkaufen als Workout.

IMG_20140429_202546

 

 

Als Zweifachmama geht Einkaufen schon definitiv als Workout durch. Besonders mit einem Baby und einem fast 3jährigen Wirbelwind zu schönster Freitagnachmittags Einkaufszeit. Es kann auch ganz schnell eine Art Extremsport draus werden. Maxi-Cosi mehrmals vom Wagen heben, um durch gleichmäßiges Schaukel das brüllende Baby zu beruhigen, dabei den Zwerg davon abhalten mit seinem Mini-Einkaufswagen alten Omis in die Hacken zu fahren, gleichzeitig die Einkaufsliste abarbeiten, den Zwerg davon abhalten sich den Wagen mit Süßkram zu füllen oder 20 Packungen Nudeln einzuladen, nebenbei den eigenen Wagen rhythmisch vor und zurück schieben, um das endlich eingeschlafene Baby nicht zu wecken…kurz: Spaß ist das nicht. Und von entspannt Einkaufen kann keine Rede sein. Deshalb meide ich Stoßzeiten, wie zum Beispiel Freitag nachmittags und Samstag oder nach 17 Uhr im Normalfall wenn ich alleine bin. Zwischen Rentern, die natürlich keine Zeit haben wann anders einkaufen zu gehen, Jugendlichen die sich für das Wochenende mit allerlei Partykram eindecken und Familien, die freitags nach der Arbeit den Wocheinkauf erledigen, macht die ganze Sache gleich noch 10 mal weniger Spaß.

 

Allerdings lässt es sich manchmal nicht vermeiden. Gestern rief meine Mama an, ob ich für die Jugendweihe meines Bruders einen Kuchen backen könnte. Ich sagte natürlich zu, um kurz darauf festzustellen, nicht einmal Eier im Haus zu haben. Macht ja aber nix, fahre ich eben früh während dem Vormittagsschläfchen vom Mini mit ihm zum Einkaufen. Kein Thema. – Und dann schlief der Mini heute Nacht grottenschlecht. Eher als sonst war er früh totmüde und so übellaunig, dass ich ihm lieber sein Schläfchen in der Nonomo lies. Nach 30 Minuten war er wieder wach…und nicht allzu sehr besser gelaunt. Mit einem Motzekind zum Einkaufen zu fahren, war für mich keine Option, also wartete ich ab. Mittags war ich natürlich über seinen Mittagsschlaf erleichtert und lies ihn den auch ausgiebig machen. Dann war es leider schon zu spät noch bevor wir den Zwerg holen wollten, einzukaufen. Ich entschloss mich also den Zwerg mit dem Auto abzuholen und mit beiden Kindern einkaufen zu gehen. An einem Freitagnachmittag. Um kurz nach 15 Uhr. Ich hielt mich selbst für ein wenig wahnsinnig, aber der Kuchen bäckt sich nicht von alleine, der Mann kommt erst um 19 Uhr heim und muss auch morgen bis mittags – also Augen zu und durch.

 

Ich erklärte dem Zwerg kurz, dass ein eigener kleiner  Wagen heute nicht zur Debatte steht. Normalerweise mag er es nicht, im Wagen sitzen zu müssen, aber er schien zu merken, es gibt heute keine Diskussion. Es folgte eine kurze, verzweifelte Suche nach einem Euro für den Wagen. In der hintersten Ecke meiner Tasche konnte ich schließlich einen finden und fragte mich wo eigentlich meine Quadrizillionen Einkaufschips sind, wenn ich sie wirklich mal brauche? Bestimmt bei den Socken, die nach der Wäsche plötzlich verschwunden sind. Endlich am Wagen angekommen, verstaute ich den Mini oben auf dem Maxi Cosi Aufsatz und den Zwerg im Korbteil und stürzte mich in die klimatisierten Räume unseres liebsten Lebensmittelfachmarktes. Ich griff in meine Hosentasche und stellte fest – Einkaufszettel vergessen. Grandios. Ein Discounter voller Menschen, 2 Kinder im Wagen – der Mini schlief Gott sei Dank – der Zwerg fragte sekündlich wann wir beim Joghurt sind – 2 Kuchen die ich backen will und keinen Plan von den Zutaten. Ich versuchte mein stilldementes Gehirn anzustrengen und siehe da, ich schaffte es alle Zutaten in den Wagen zu packen. Wie viele Runden wir dabei genau durch den Supermarkt drehten und durch wie viele Gänge wir gefühlt zehnmal gefahren sind, erspare ich euch, denn irgendwann habe ich aufgehört zu zählen. Mal abgesehen davon, dass sich unser Einkaufswagen total dämlich schieben lies, ich durch Maxi Cosi und Zwerg einen extremen toten Winkel hatte, einige Pappaufsteller mitnahm (und sie natürlich anschließend wieder ordentlich hinstelle, gott sei Dank ist nix rausgefallen), kamen wir ganz zum Schluss ins Getränkeabteil. Und jetzt frage ich mich: Welcher Mensch hat sich ausgedacht, dass das Getränkeabteil ganz am Ende liegt? Da stand ich nun, mit meinem Kasten Wasser, der partout nicht mehr in den Wagen passen wollte. Ich fluchte kurz auf den Mann, der jetzt auf Arbeit saß und sich diesen Stress gerade nicht geben muss und dachte kurz nach. Variante 1: Den Wagen hier und jetzt ausräumen, umschlichten und so wieder einräumen, dass der Kasten mit reinpasst. Variante 2: Den Kasten in einer Hand tragen, mit der anderen den Wagen lenken. Da der Mini sich langsam regte und der Zwerg fragte, ob wir bald fertig seien, entschied ich mich für Variante 2. Ich sags euch – diesen störrischen Wagen mit einer Hand schieben und in der anderen einen Wasserkasten tragen, ist wahrlich kein Spaß. An der Kasse wollte natürlich der Zwerg mit ausräumen, das brachte uns entnervte Blicke, weil wir gefühlt Ewigkeiten brauchten, aber ich hatte es dem Zwerg versprochen. Im Wagen sitzen bleiben, gegen Einkäufe aufs Kassenband legen.

 

Irgendwann waren wir tatsächlich wieder daheim und ich schaffte es irgendwie noch die 2 Kuchen zu backen, 35 Cake Pops herzustellen und nebenbei beide Kinder zu beschäftigen. Da waren die Jungs aber auch richtig lieb. Der Mini saß zufireden im Wipper, der Zwerg durfte in der Küche helfen und beide waren glücklich. Und als der Zwerg dann noch Fußball anschauen durfte, war er sowieso hin und weg. Definitiv ein guter Tag. (Einschließen. Festhalten. Erinnern, wenn mal wieder beide abwechselnd brüllen. Oder beim Einkaufen einer brüllt und der andere die Haxen fremder Menschen als Wagenbremse nutzt. 😉 )

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s