Zwergengeschichten

Mein kleiner großer Zwerg,

gerade habe ich dich ins Bett gebracht. Deinen Papa (der neuerdings dein Held ist) hast du rausgeschickt und kurz danach nach mir gerufen. Da der Mini bereits schlief ergriff ich meine Chance und krabbelte mit in dein Bett. Da lagen wir, du schon ziemlich müde und „meine Mama“ seufzend. Ich streichelte dir über deine Wange und flüsterte dir zu, wie sehr ich dich liebe. Und freute mich als du ein: „Ich dich auch ganz sehr meine Mama“ murmeltest. Dann streicheltest du mir immer wieder über den Arm, während ich deine andere Hand ganz festhielt. Als du einschliefst, kullerten mir tatsächlich Tränen des Glücks über die Wangen. Ich liebe dich unglaublich sehr mein kleiner Großer.

 

Ich bin so stolz auf dich, wie du die Umstellung vom kleinen Zwerg auf den großen Bruder gemeistert hast. In meinen Augen bist du in den letzten 3 Monaten gefühlt 10 Zentimeter gewachsen und plötzlich sooo groß. Aber dann gibt es so Situationen vorhin in deinem Bettchen und ich denke mir, eigentlich bist du ja auch noch ganz schön klein. Du bist noch nicht einmal drei Jahre. Und sowieso nicht so besonders groß, wenn ich dich mit gleichaltrigen Vergleiche. Dein Kita-Buddy beispielsweise ist knapp ein dreiviertel Jahr jünger und einen Kopf größer als du. Ich muss mir das selbst immer wieder in Erinnerung rufen, denn im Gegensatz zum Mini wirkst du echt viiieell größer.

 

Du bist in den letzten 12 Wochen so selbstständig geworden. Zum Beispiel gehst du alleine duschen. Ich komme mit ins Bad, stelle das Wasser an, aber den ganzen Rest erledigst du stolz alleine. Oder neuerdings möchtest du dich immer mit ums Essen kochen kümmern. Am Samstag hast du uns Nudelsuppe zum Mittag gekocht. Du hast Wasser in den Topf gelassen und als ich ihn dir auf den Herd stellte und die richtige Menge Gemüsebrühe, Möhren und Nudeln daneben. Dann rührtest du die Brühe ein, hast gewartet bis das Wasser kocht und gabst Nudeln und Möhren dazu. Ich stand derzeit daneben und nutzte die Zeit um die Hemden für dich, den Mini und den Mann zu bügeln, die ihr nachmittags zur Jugendweihe deines Onkels tragen solltet. Ich liebe dich jeden Tag aufs Neue ein kleines bisschen mehr.

 

Klar, ist nicht alles rosa Zuckerwatten Plüschmäßig bei uns. Du kannst auch deine Anfälle haben, nur Mist machen und die Ohren auf stur schalten. Doch ich weiß, du meinst das nicht böse. Manchmal ist es ein Schrei nach Aufmerksamkeit, manchmal einfach ein typischen Verhalten eines Kleinkindes das versucht seine Grenzen auszutesten und manchmal einfach ein Verständigungsproblem zwischen Erwachsenen und Kind. Zum Beispiel gab dir dein Papa letztens Seifenblasen und es schien nicht so richtig zu funktionieren, ich saß am anderen Ende des Wohnzimmers auf der Couch und stillte den Mini, dein Papa war weiterhin in der Küche. Du hast tierischst geschimpft und mir schien es so, als wär das Behältnis leer. Ich hab dir also gesagt, dass du mal schauen sollst ob da noch was drin ist. Du hast hineingeschaut, konntest nichts sehen und daraufhin das für dich Logischste gemacht, nämlich den Becher umgedreht. Leer war es vorher nicht – jetzt schon. Zuerst wollte ich schimpfen, aber dann wurde mir bewusst, du hast eben nur das gemacht, was ich dir gesagt habe. 😀 Nur eben auf deine Art und Weise.

 

Ach mein Süßer, du bist einfach ganz einzigartig und für mich der tollste kleine Junge auf dieser Welt. Als du vorhin schliefst blieb ich noch eine Weile in der Tür stehen und habe dich beobachtet. Genau an der anderen Seite der Wand hinter der Tür steht das Bettchen von deinem kleinen Bruder. Und wie ich so zwischen dir und dem Schlafi-Mini hin und her schaute, staunte ich einmal mehr über die Ähnlichkeit zwischen euch. Schlafend sieht der Mini einfach wie eine kleine Version von dir aus. Ihr seid das Größte was ich in meinem Leben erschaffen habe. Die perfekten kleinen Menschen. Meine Jungs.

 

Ich liebe Dich, immer.

 

Deine Mama.

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