BLW? – Was`n das?! oder auch – Beikost beim Mini.

So langsam aber sicher bin ich bereit den Blog aus seinem Winter…äh. Sommerschlaf zu küssen. Schon seit Tagen kribbeln meine Finger vor Lust endlich wieder was zu schreiben und mit euch zu teilen. In letzter Zeit war das reale Leben einfach spannender und es fehlte schlicht und einfach die Zeit und manchmal auch die Lust alles aufzuschreiben und hier weiter zu machen. In den letzten Wochen gab ich mir Zeit zu überlegen, ob ich nur noch auf Instagram weiter poste pder auch hier wieder aktiv werde. Der Mini schläft untertags nach wie vor nur mit wackelnder Federwiege und abends sitze ich meist an der Nähmaschine oder mache einfach mal gar nichts. Das braucht man / Frau nämlich auch ab und an. Jawohl.

Wie ihr sicherlich sehen könnt, habe ich den Header ein wenig umgestaltet und endlich sind wir alle vier darauf zu finden. An dieser Stelle vielen Dank an die liebe Theresa von Resigraphy,die ganz zauberhafte Bilder macht.

Nun aber zum eigentlichen Kernpunkt dieses Posts – Beikost bei Babys.  (ihr dürft jetzt alle mal die Daumen drücken das der Mini brav weiterschläft und gelegentliches Wippen genügt)

Schon bevor der Mini auf der Welt war, stand für mich fest: Diesmal schmeiß ich der Gläschenindustrie nicht wieder unser Geld in den Rachen (der Zwerg stand leider nicht auf selbstgekocht :-/ ), ich mach BLW. BLW, das bedeutet Baby Led Weaning, auf gut deutsch vom Baby gesteuerte Beikost. Sinn dahinter ist es, nicht erst mit Brei umme Ecke zu kommen, sondern einfach zu stillen bis das Baby sich selbst füttern kann. Wer mehr Info will dem sollte bei Nestling oder in diverser Fachliteratur geholfen werden 🙂

Ich fand meinen Plan in der Theorie ganz ganz toll und als der Mini schon mit sagenhaften 3 Monaten Interesse zeigte, gab es ab und an ein Stückchen Gurke, was er fröhlich vor sich hinlutschte. Doch dann wurde er älter und begann Stückchen abzubeißen. Ich sag euch nur soviel, das Ganze machte mir und dem Mann relativ schnell so gar keinen Spaß mehr.  Nicht nur einmal musste mir ihn kopfüber übers Knie legen und durch Klopfen versuchen die Stückchen wieder ans Tageslicht zu befördern. Und auch nicht nur einmal waren wir kurz davor den Notarzt zu rufen, weil wir Angst, nein Panik hatten er erstickt. Einfachheit und Trend hin oder her. Es gibt 1000 Gründe, die für BLW sprechen, aber hier hörte es für mich auf. Es gab überhaupt keine entspannten Mahlzeiten mehr, ich war ständig während dem Essen völlig angespannt, hatte meine Augen komplett auf den Mini gerichtet und es artete in Stress aus. Der Mann und ich diskutierten, was wir nun machen würden. Abwarten, bis er bereit ist, die Sachen zu kauen?! Nein, keine Alternative, er brüllte den ganzen Tisch zusammen, bis er was abbekam. Sollte ich nochmal einen Selbstkochversuch wagen?! – Nein, dazu hatte ich schlicht und einfach keine Lust. Gläschen kaufen?! – Nein. Bis ich überlegte, ob er nicht auch ohne BLW vom Tisch mitessen könnte, quasi BLW light. Gesagt, getan. Und so bekommt der Mini seit der letzten Woche doch noch unser Essen. Zerdrückt und ungewürzt. Er scheint seit langem endlich zufrieden, unsere Mahlzeiten sind wieder entspannt und ich – ich koche eben das was ich eh koche, nur Mini gerecht.

Zum Beispiel heute Mittags. Ich hatte Appetit auf Nudelsalat mit Zucchini und Schafskäse. Ich kochte also Nudeln, nebenbei briet ich meine Zucchini und für den Mini machte ich einen kleinen Extratopf, in dem sie gedünstet wurde. Zerdrückt, ab auf den Teller und so aßen mir nahezu das gleiche. Das hab ich nämlich vom BLW mitgenommen, ich achte nicht mehr strickt darauf, wann ich was ersetze, ich ersetze, wenn es mir passt. Mal bekommt er abends was ab, mal mittags, je nachdem. Bei neuen Sachen achte ich einfach drauf, das er beim ersten Ma(h)l nur 2-3 Löffel bekommt. Ich stille vor oder nach jeder Mahlzeit, manchmal, wie heute Mittag auch beides und bis jetzt verträgt er das alles wunderbar.

So kam es zum Beispiel auch, das die am meisten ersetzte Mahlzeit am morgen ist. Harhar. Ich kleiner Rebell. Sämtliche Beikostempfehlungen sagen schließlich: Morgens ist die letzte zu ersetzende Mahlzeit. Aber mein Kind stillt morgens nur sehr unruhig und verrenkt sich beinah den Kopf in Richtung Tisch, an dem der Zwerg um die Zeit meist schon mal einen Joghurt vor dem Frühstück ist. Wenn ich ihn mit an den Tisch setze, beginnt er richtig zu gieren und seitdem er dieses Müsli mit Fruchtmus bekommt, is(s)t er endlich zufrieden 🙂 Wie gesagt, ich stille noch sehr viel, ich würde sagen zu 95% bekommt er Milch und max. 5% kommen durch die anderen Sachen, also es ist nicht so, dass er volle Portionen von alledem verdrückt.

Ich sage auch nicht, das unsere Version das Non-Plus-Ultra ist. Ich beneide ja immer noch ein klein wenig die BLWler, die ich um mich rum bei Insta oder in Blogs sehe, aber für uns war es leider nichts. Aber wir sind glücklich mit unserer Version – und das ist die Hauptsache.

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