Indoorspielplatzhölle.

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Obwohl, so ganz stimmt dieser Titel diesmal nicht. Dank Montag-Nachmittag war es doch relativ ruhig dieses mal und es waren kaum Rüpel unterwegs.

Wir sind ja ab und an mal in Indoorspielplätzen, einfach weil es für die Kinder großartig ist. Mir persönlich ist es da meistens zu voll, zu laut, zu stickig und von manchen Schweißhand-Abdrücken auf diesen Turnmatten in den Klettertürmen ganz zu schweigen. Aber was tut man nicht alles für die lieben Kleinen.

Da die Ferien hier in Sachsen am Wochenende zu Ende gingen, schätzen wir unsere Chancen für einen ruhigen Nachmittag recht hoch ein. Und wir wurden belohnt.

An solchen Tagen fallen mir immer die Unterschiede zwischen dem Zwerg und dem Mini auf. Während der Zwerg immer abwartete und in etwa eine Stunde brauchte bis er in Fahrt kam, krabbelte der Mini – kaum abgesetzt – sofort drauf los. Hindernisse kennt der Kleine keine. Der Zwerg hingegen war immer super vorsichtig, von Kamikaze WAR keine Spur. Ich halte mich hier bewusst an die Vergangenheit, denn irgendwas ist da im letzten halben Jahr mit meinem Zwergenkind passiert.

Ich schaute gestern immer öfter den Mann an und fragte mich, wo denn mein übervorsichtiges, ängstliches Kleinkind geblieben war. Stattdessen habe ich jetzt hier einen übermütigen 3 Jährigen, dem es nicht schell und wild genug sein kann. Noch vor einem halben Jahr waren ihm sämtliche Hüpfburgen ein Graus, er wollte nicht darauf und wenn doch mal, dann innerhalb von einer Minute wieder runter. Gestern konnte er vom Hüpfen gar nicht genug bekommen und kicherte immer wieder, wie cool das doch sei.

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Anderes Beispiel waren die Rutschen. Wir waren gemeinsam in so einem Spielkletter-Rutsch-Dings (ihr wisst schon was ich meine) und es gab zwei Wege nach oben. Ich wollte gerne den leichteren nehmen (einen bei dem ich nicht durch gefühlt tausend schmale Öffnungen klettern musste) und wir verabredeten, dass wir uns oben an der Rutsche treffen würden. Mein Weg war wie gesagt etwas schneller und so war ich Erste und wartete. Und wartete. Und wartete. Das kuriose war, dass ich sah, dass er oben angekommen war und dann war er weg. Nun war dieses Teil nicht soo groß, als das er sich verirren konnte, also rief ich ihn irgendwann. Einmal, zweimal, beim dritten mal kam eine Antwort: „Ich komme Mama“ und ich sah ihn von unten hochgeklettert kommen. Auf meine Frage wo er denn war, antwortete er, er wäre die andere Rutsche gerutscht. „Welche andere Rutsche?!“ – „Na die dunkle, die war richtig cool“. Ehrlich gesagt, dachte ich erst er veräppelte mich ein wenig. Wie gesagt, noch vor einem halben Jahr… Wir sind aber nicht mehr vor einem halben Jahr und ich stand mehrmals noch in diesem Kletterdings und schluckte kurz die Tränen vor Senitmentalität. Mein kleiner Zwerg ist ein richtig großer Wildfang geworden. Unglaublich.

Foto 3

Auch der Mini ist schon so schrecklich groß geworden. Nichtmal mehr einen Monat bis zu seinem ersten Geburtstag. Jetzt hockt der schon im Bällebad, krabbelt überall hin und macht mehr als deutlich, dass er nochmal mit dem Mann durch den Kletterparcours will, um zu rutschen. Ihr dürft euch das vorstellen, dass der Mann in dabei bis zur Rutsche komplett auf dem Arm trägt und von einem Fingerzeig, verbunden mit einem „da.ja. mmmmm….daaaaa…jaaaaa…dadadada“ navigiert wird. *kicher**

Ich bin im Moment so unglaublich stolz auf diese Jungs. Sie machen mich und den Mann einfach komplett. ❤

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