Kann mal wer die Zeit anhalten?!

Die Jungs werden groß. Ganz unfassbar groß. Kennt ihr dieses wehmütige Gefühl, wenn ihr eigentlich mal eben die Zeit anhalten wollt?!

So geht es mir in letzter Zeit ständig. Ein kleiner Rabauke, der irgendwie schon gar kein Baby mehr, sondern schon bald 1,5 Jahre alt ist und mein großer, 4 jähriger Rabauke, der gefühlt die ganze Welt erobern will.

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Der Kleine versteht immer mehr und versucht immer mehr nachzuplappern. Er wird nur noch selten gestillt und rennt wie ein Weltmeister durch die Gegend. Er lebt ganz nach dem Motto „Höher – schneller – weiter“. Kein Klettergerüst scheint ihm hoch genug, keine Rutsche zu schnell und Wasser ist sowieso sein Element. Wo sein großer Bruder in manchen Dingen vernünftiger Weise abwägt ob er das eine oder andere tut – dort rennt der kleine Rabauke schon los. Wir haben die ersten aufgeschlagenen Knie hinter uns und die ersten kleineren Cuts am Auge und Hinterkopf. Glücklicherweise nie sonderlich groß und schnell verheilt. Außerdem steht er gerne im Mittelpunkt: tanzen, lachen, Quatsch machen. Das ist sein Element. Ich bin unfassbar stolz und voller Bewunderung für dieses kleine Wesen mit seinem eigenem Kopf, Wünschen und Gedanken. So oft frage ich mich, wie eigentlich aus dem winzigem, hilflosem Würmchen vom letztem Jahr innerhalb so kurzer Zeit so ein riesengroßer Frechdachs geworden ist.

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Auch der Große wird immer größer. Ich bin unheimlich erstaunt, was er an körperlicher und geistiger Größe dazugewonnen hat in der letzten Zeit. Er versucht immer mehr Dinge zu verstehen und deren Sinn zu begreifen. Wie neulich die Frage nach dem Glück. Ansonsten quasselt er wie ein Wasserfall über alles. Da werden sämtliche Dinge kommentiert, Geschichten erzählt und von Erlebnissen in der Vergangenheit berichtet. Und dann sind da noch die Situationen in denen das Kind über sich hinaus wächst. So geschehen heute im Klettergarten. Da klettert der große Rabauke mal eben 2 komplette Kinder-Parcours mit Papa durch. Einen ab 5 und einen ab 6 Jahren. Ich war baff, sage ich euch. ich schaute von unten zu (den Mini auf dem Rücken) und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Ich war unwahrscheinlich stolz auf meinen Sohn, dem nach den ersten Zweifeln, „ich schaff das nicht“-Rufen und meinem Angebot ihn jederzeit und sofort wieder herunter zu helfen, scheinbar der Ehrgeiz packte. Nach dem erstem Parcours vermutete ich ihn auch vollkommen platt, aber er sagte nur: „Und welchen klettern wir jetzt?!“ Selbstbewusstseins-Schub Deluxe sag ich euch. Genau sowas tut ihm gut. Er kann sich auspowern und merken wozu er in der Lage ist. Neben den ganzen neuen Dingen die er im Moment lernt, kommt nämlich immer öfter ein: „Ich kann das nicht!“ und genau das soll er lernen. Er kann alles! Er muss es nur wollen.

Es ist genau dieser Satz, den ich gern beiden Jungs mit auf den Weg geben möchte. Sie können alles im Leben erreichen, wenn sie nur wollen. Die ganze Welt steht ihnen offen und der Mann und ich – wir glauben ganz fest daran, dass sie die auch eines Tages erobern werden. Mit unseren Wurzeln, ihren Flügeln und unendlich viel Liebe.

((Und manchmal einem weinenden Mama-Auge, weil das doch alles viel zu schnell geht.))

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