Wie ist das eigentlich so als Zweifachmama?!

Ja, wie ist das eigentlich so als Zweifachmama?

Der Mini ist jetzt fast 8 Wochen und so langsam spielt sich alles ein. Wir mussten uns alle erstmal wieder zusammen finden und suchen, wie wir so funktionieren als Kleeblatt-Familie. Das Ganze wurde schwieriger, weil der Mini doch recht viel, lang und ausdauernd weinte…mittlerweile ist das aber Gott sei Dank besser und aus den abendlichen Schreistunden sind im Grunde genommen Schreiminuten geworden.

 

Seit Freitag üben wir uns jetzt an einem Abendritual. Wir hatten das schonmal vor 2 Wochen probiert, um zu schauen, ob das vielleicht seine abendlichen Schreistunden reduzieren würde, aber auch im Schlafzimmer brüllte er an meiner Brust oder auf meinem Arm. Dadurch konnte der Zwerg nicht einschlafen und so hatten wir an den Versuchsabenden beide Kinder erst gegen 21.30 Uhr schlafend und waren als Eltern auch fertig mit der Welt. Ich entschloss mich als lieber mit dem Mini unten im Wohnzimmer zu bleiben vorerst. Irgendwann pendelte es sich ein, dass er kurz nachdem der Mann mit dem Zwerg verschwunden war, der Mini auf meinem Arm einschlief und sich tatsächlich ohne Drama ablegen ließ und neben mir auf der Couch schlief.

So wagten wir Freitag einen neuen Versuch. Da er ab da plötzlich ein Nuckel akzeptierte und mir nicht mehr ständig zur Beruhigung an der Brust hing, sah ich das als Zeichen. Und siehe da: der Mini trank an meiner Brust und schlief dann mit dem Nucki ein. In sein Bett gelegt und da schlief er seelig. Seitdem habe ich mir in den 3 Tagen ein Abend Ritual entwickelt. Da der Mann erst etwa gegen 18.30 Uhr von Arbeit kommt, wir dann Essen und Kinder ins Bett bringen, bin ich quasi für alles was im Vorfeld läuft zuständig. Ich merkte schon in der letzten Woche, dass das mit 2 Kindern wirklich nur mit Planung läuft. Immerhin sollen beide spätestens halb 8 im Schlafzimmer sein. Ich beginne also im Moment je nachdem was ich koche und ob die Jungs baden müssen gegen 16:45 Uhr mit dem Abendritual.

Das heißt dann wird gegebenenfalls gebaden, beziehungsweise geht der Zwerg in die Dusche. Anschließend kochen wir gemeinsam Essen. Der Mini schläft entweder im Tuch oder „sitzt“ im Wipper bei uns. Danach darf der Zwerg eine Runde TV schauen bis der Papa kommt. Die Zeit nutze ich, um den Mini in Ruhe bettfertig zu machen, er wird erst mit einem Waschlappen gewaschen und dann massiert. Dann bekommt er seinen Schlafanzug an. (Es sei denn r wird gebaden, dann geschieht das zeitgleich mit dem Zwerg und massiert wird, während der Zwerg noch ein wenig planschen kann)  Dann gibt es noch Essen, Sandmann und gegen 19:30 allerspätestens geht es ins Bett. Während der Mann den Mini noch wickelt und ins Schlafzimmer trägt, geht es für den Zwerg und mich ins Bad zum Zähneputzen.

 

Im Schlafzimmer findet dann der Wechsel statt. Ich stille den Mini in den Schlaf und der Mann und Zwerg verschwinden im Kinderzimmer. Soweit ich weiß, lesen sie da noch 1 oder 2 Bücher, der Zwerg bekommt noch was vorgesungen und dann ist Schlafenszeit. Da sitzen bzw liegen wir beide dann also. Der Mann im Kinderzimmer neben dem Zwerg, ich im Schlafzimmer neben dem Mini. Und das kann durchaus dauern.

Der Mini und ich praktizieren nach dem letzten Stillen noch eine lustige Mischung aus Schnuller und Brust, denn so richtig wissen wohl weder er, noch ich, was ihn letztendlich zum Einschlafen bringt. So passiert oftmals ein lustiger Wechsel. Mini meckert an der Brust während dem Saugen, ich schlussfolgere er mag nur das Nucki, so liegt er da, mit Nucki im Mund, drückt seine Nase an meine Brust und schläft…fast ein. Nur um dann mit Nucki im Mund zu meckern, lieber an die Brust zu wollen und schläft…fast ein. Also wieder Nucki…und so wiederholt sich das Ganze oft ein paar Mal, bis er manchmal auch ohne Nucki oder Brust einfach so einschläft. Dann warte ich auf den Tiefschlaf und schiebe ihn sanft rüber ins Beistellbettchen.

 

Der Mann sitzt derweil neben dem Zwerg, der auch mit fast 3 Jahren nicht wirklich alleine einschlafen will und meist eine Hand zum festhalten braucht. Während ich meist schon gegen viertel 9 endgültig Ruhe habe, sitzt der Mann oftmals bis 21 Uhr beim Zwerg, der einfach nicht in den Schlaf finden will. Gott lobe die Erfindung von Whats app, denn so kommunizieren wir abends oftmals zwischen den beiden Räumen miteinander. Der Mann mit abgedunkelten Display mit dem Arm so, dass der Zwerg nicht sieht, was er macht, ich neben dem Mini, darauf wartend das er tief genug schläft um in sein Bett gelegt zu werden.

Ja, jetzt werden viele von euch kommen und sagen: „Na, selber Schuld. Mit 3 Jahren kann man locker alleine einschlafen.“ Kann man. Ja. Da stimme ich zu. ABER ob man das will, ist eine andere Sache. Der Zwerg braucht uns da einfach noch und irgendwann wird sich das von ganz alleine geben, davon bin ich überzeugt. Genauso wie sich das nächtliche Milchtrinken und das Nucki irgendwann von alleine erledigt haben. Klar, wir könnten rausgehen, ihn halt mal 3 Abende toben lassen. Aber wollen wir das? Nein. Der Zwerg vertraut uns und dieses Vertrauen ist so wichtig, dass ich es nicht zerstören mag. Klar, würde das wahrscheinlich keine schwerwiegenden Folgen für ihn haben und er würde es verkraften, aber es wäre eben gegen unsere Erziehungsmentalität. Lieber geben wir unsere Abende dran und sitzen neben den Betten unserer Kinder, darauf wartend, dass die beiden endlich in den Schlaf finden. Bedürfnisorientiert nennt man das, ich nenne es einfach auf mein Bauchgefühl hören.

 

Und falls jetzt Einwände kommen: Nein. Unsere Paarzeit leidet darunter nicht. Wir nutzen eben die Zeit, die wir für uns haben. Wir kommunizieren mehrmals täglich miteinander und nutzen den Restabend und das Wochenende. Man lernt die Zeit die man nur zu Zweit hat, einfach ganz anders miteinander zu nutzen. Zum Beispiel heute hatte der Mann seinen freien Tag. Der Zwerg ging in die Kita und meine Mama bat an, mit dem Mini spazieren zu gehen. Ganz großartig fand ich, dass sie sagte, sie trägt ihn auch in der Fräulein Hübsch Trage. Denn im Wagen bleibt er nach wie vor nur ungern und mit Gebrüll. So hatten der Mann und ich knapp 2 Stunden um gemeinsam frühstücken zu gehen. Wundervoll. Genau solche Momente sind uns wichtig, Fluchten aus dem Alltag als Paar. Sich ansehen, durchatmen und wissen: Wir machen das richtig, so wie wir das machen.

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Mini’s Besuch beim Osteopathen

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Hallo ihr Lieben,

ich wollte euch unbedingt noch von unserem Besuch beim Osteopathen berichten. In letzter Zeit war es recht schwierig für mich. Der Mini weinte viel und ablegen ging gar nicht mehr. Also trug ich ihn den ganzen lieben langen Tag mit mir im Tuch umher. Na gut. Nicht die ganze Zeit. Aber überwiegend.

Vielleicht so im die 6-8 Stunden am Tag. Eben immer, wenn er schlafen wollte bzw schlief. Da er Bewegung brauchte, war es echt anstrengend. Ich musste die ersten 30 Minuten mit ihm umherlaufen, dann ging es auch sitzend, aber nur, wenn ich weiter gewippt bin. Außerdem schrie er recht viel.

Meine Hebamme riet mir schließlich zum Osteopathen, beziehungsweise einer Kinderärztin mit Zusatzausbildung zur Osteologin. Am Dienstag war es endlich soweit.

Die Ärztin schaute sich den Mini in Ruhe an und fand eine massive Blockade der rechten Seite. Das erklärte sein ständiges nur nach links Schauen und das er auf dem Rücken liegend seinen Kopf nicht drehen konnte. Sie begann mit der Behandlung und er schrie sooo schlimm. Doch bereits gegen Ende ihrer Behandlung begann er sich zu entspannen und danach lag er total relaxed auf dem Rücken. Ich staunte wirklich. Sie riet mir, ihn so oft wie möglich auf die rechte Seite zu legen und auch sonst immer rechts von ihm zu agieren, um eine Schiefhaltung des Kopfes zu vermeiden.

Es stellte sich heraus, dass es genau richtig war, ihn die ganze Zeit im Tuch zu tragen. Bei dem Grad seiner Verspannung hätte er sonst wohl bereits einen schiefen Kopf.

Jetzt sind 3 Tage vergangen und ich merke deutliche Verbesserungen. Ich kann ihn neuerdings tatsächlich ablegen und er schaut auch öfter geradeaus und nach rechts, nicht mehr nur nach links. Ich freue mich unendlich für ihn (und natürlich auch mich, den Mann und den Zwerg). Man merkt richtig, wie er von Tag zu Tag entspannter wird. Heute lag er wach neben meinem Mann, während er die Wäsche gelegt hat. Noch vor 3 Tagen wäre das undenkbar gewesen. (Also das daliegen, nicht das der Mann die Wäsche legt 😀 ) Und jetzt liegt er neben mir auf der Couch und schläft. Wundervoll. Nachdem er fast 6 Wochen nur auf und an mir lag.

Er schläft nach wie vor immer noch am liebsten im Tuch. Wenn er zum Beispiel übermüdet ist oder nicht zur Ruhe findet, ist das Tuch nach wie vor der schnellste und einfachste Weg, ihn zu beruhigen und einzuschläfern. Den Kinderwagen mag er zum Beispiel auch immer noch nicht, aber das ist in Ordnung. Irgendwann wird auch das.

Ich kann also jeder Mama nur raten, einen Osteologen oder Osteopathen aufzusuchen, wenn das Baby irgendwie unzufrieden scheint, denn hier hat es uns echt gerettet. Ich bin im Moment einfach super froh, dass der Mini endlich nicht mehr so verzweifelt weint und auch entspannt sein kann.

Ich wünsche euch noch einen schönen Abend.

Eure Sophie

Miniberichte: 1 Monat Mini.

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Mein Mini,

du bist nun schon einen unglaublichen Monat auf dieser Welt. (gut, genau genommen einen Monat und 3 Tage, aber ich kam nicht eher dazu das hier zu posten)

Mittlerweile konnten wir uns schon alle ein wenig kennen lernen und sind ganz verliebt in dich. Ganz besonders dein großer Bruder. Der knutscht dich super gerne ab und will dich ständig bespaßen. Und wenn du ihm einen Blick schenkst, was nur zu oft passiert, rastet er richtig aus vor Freude. Es ist so süß ihm im Umgang mit dir zu beobachten.

Mein kleiner Mini, du bist für uns etwas ganz besonderes. In diesem Monat waren wir auch schon die ersten Nachmittage zu dritt ohne deinen Papa. Ich muss sagen, das hat eigentlich richtig gut geklappt und ich als Mama finde, du, der Zwerg und ich, wir sind schon ganz gut eingespielt.

Das du anders als der Zwerg sein wirst, war mir schon in der Schwangerschaft klar, aber erstaunt bin ich, wie ähnlich ihr euch optisch seid. Ihr seht euch sogar so ähnlich, das man, wenn man Babybilder vergleicht, kaum sagen kann wer wer ist. Ansonsten bist du aber bis jetzt ein anderer Typ. Du weinst gerne mal sehr energisch und wo dein Bruder den Kinderwagen von Stunde null an abgöttisch liebte, schreist du dich dort gerne in Rage. Abgelegt wirst du sowieso nicht gern und so trag ich dich, oder auch dein Papa, oft stundenlang im Tuch oder der Fräulein Hübsch Trage umher. Dafür das du tagsüber anstrengender bist, sind unsere Nächte aber ganz okay. Du schläfst gerne auch mal 3 oder 4 Stunden am Stück nachts und kommst ab da alle 2 Stunden. Du bist eigentlich ein super entspanntes Baby, so lange du nur auf mir oder an mir sein kannst.

Stillen klappt wie zu erwarten wunderbar, auch wenn du, wie dein Bruder, gerne mal viel zu viel trinkst, dann endlos spuckst und ich dich gefühlte 20 mal umziehen muss..mittlerweile trägst du ziemlich oft diese kleinen Babytücher zum Beispiel von funky giraffe*. Die sind wirklich toll, da sie hinten eine Frottee Schicht haben und den größten Teil auffangen, ohne das ich dich hinterher komplett umziehen muss. Außerdem wachsen sie mit, sogar der Zwerg trägt oft noch eins, wenn es draußen frisch ist als Halstuch.

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(ein und das gleiche Tuch, mal am Mini und mal am Zwerg) Es gibt die auch in Toddlersize, aber die finde ich fast schon zu groß..

Ach, mein Mini, du hast unsere Herzen echt im Sturm erobert und manchmal frag ich mich, wie es wohl ohne dich war..es ist als wärst du schon ewig da.

Ich liebe dich.

Deine Mama.

*dieses Produkt wurde uns kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt.

..wie das so läuft mit dem Zwerg und dem Pünktchen.

Ihr Lieben,

 

der Zwerg macht gerade Mittagschlaf und auch das Pünktchen liegt im Halbschlaf neben mir (welch Wunder, am liebsten liegt es nämlich auf mir 😉 ) und ich habe Zeit einen Post für euch zu tippen 🙂

 

ACHTUNG – massiver Geschwisterplüsch!

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Wie ist das also so, mit dem Zwerg und dem Pünktchen? Wundervoll. Klar, es gibt Momente da denke ich mir: „Waaaaaaaaahhhhhhhh!!!“ Aber zu 90% läuft alles ganz entspannt. der Zwerg hat keinerlei Probleme mit dem Pünktchen, im Gegenteil, er liebt es vollkommen und erzählt allen, dass er ein ganz ganz lieber ist.

Seit 1,5 Wochen geht der Mann wieder arbeiten und wir versuchen so ein bisschen Alltag zu bekommen. Noch klappt das Ganze nicht reibungslos, aber es wird von Tag zu Tag besser.

 

Der Zwerg wurde in der Nacht als es losging von den Schwiegereltern geholt, verbrachte dort die Restnacht und kam nur kurz nach uns am nächsten Abend wieder nach Hause. Er besuchte uns schon am morgen im Krankenhaus und freute sich nun total, dass wir sein Brüderchen auch mit nach Hause gebracht hatten. So gab es ein bestaunen und erstes bekuscheln. Er war super stolz und mir als Mama ging vollkommen das Herz auf.

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Da dem Mann und mir die letzte schlaflose Nacht und die Geburt doch noch in den Gliedern steckte gingen wir alle sehr früh ins Bett. Der Zwerg wollte selbstverständlich auch mit dem Pünktchen und uns im großen Bett schlafen, was für uns kein Problem darstellte.

Es war großartig am nächsten morgen zu erwachen. Das Pünktchen auf der einen Seite und den Zwerg auf der anderen ❤

Der Zwerg freute sich auch vollkommen, wollte das Pünktchen sofort küssen und herzen. Es gab also erstmal eine ausgiebige Kuschelrunde im Mama und Papa Bett.

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Danach gingen der Mann und der Zwerg Brötchen holen und ich döste noch ein bisschen vor mich hin. Wundervoll, sag ich euch. Besser kann der Tag nach der Geburt gar nicht beginnen, als im heimischen Bett und anschließend mit einem großen Frühstück!

 

Der Zwerg durfte von Anfang an mit anpacken. Ich hatte da keinerlei Angst, dass er zu derb oder ähnliches mit dem Pünktchen sein würde, denn ich kenne ihn einfach super gut und weiß, dass er da Rücksicht nimmt.

 

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Ich denke, für uns war dieser Start in die Zeit zu Viert so genau richtig. Bis jetzt gab es hier noch keine Eifersüchteleien. Ich bin nicht so naiv zu glauben das es für immer so bleibt, aber ich genieße einfach die Momente jetzt, in denen sie ein Herz und eine Seele sind.

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Bestes Beispiel gestern. Das Pünktchen weinte im Wagen und der Zwerg sagte sofort: „Ohhhh. Mama. Pünktchen weint. Hat Hunger. Du musst stillen.“ Auch sonst, bespaßt er das Pünktchen super gern. Er gibt ihm Küsschen und drückt und herzt es. Wenn ich duschen bin und das Pünktchen im Wipper sitzt, steht er daneben und passt gut auf, dass seinem Bruder nix passiert. Woanders stellt er sich schützend vor Babyschale / Wagen, damit ja keiner zu Nahe kommt.

 

Ich bin wirklich froh, dass hier alles so reibungslos klappt im Moment. Ich hatte manchmal wirklich Angst, wie der kleine Zwerg reagiert, wenn da plötzlich jemand anderes immer um ihn rum ist. Aber die war vollkommen unbegründet.

39+1 – Flashback.

Ihr Lieben,

Wir schreiben die 40. Schwangerschaftswoche. Um genau zu sein, 39+1. Sicherlich für viele nur irgendeine Zahl in der Schwangerschaft, aber ich bin sentimental.

Bei 39+2 war damals der Kaiserschnitt beim Zwerg angesetzt. Bei 39+1 mussten wir ins Krankenhaus, für die ganzen Voruntersuchungen. Und jetzt sitze ich hier und denke mir – damals beim Zwerg bei 39+1 hast du um die Zeit gerade noch genüsslich mit dem Mann gefrühstückt, wusstest du musst in einer Stunde ins Krankenhaus und hast am nächsten Tag dein Baby im Arm.

Ich erinnere mich noch super genau an dieses krasse Gefühl. Die Vorfreude und die Wehmut. Ich wusste, das nächste mal Frühstück hier auf der Couch, findet mit einem Baby statt. 39+1 in der Zwergenschwangerschaft war verbunden mit gefühlt stundenlangem Weinen, vor lauter Angst vor dem Kaiserschnitt, dem was kommt und vor lauter Vorfreude auf das, was da passiert.

Bei 39+1 in der letzten Schwangerschaft bezogen wir gegen 11 Uhr unser Familienzimmer. Da stand schon das Babybettchen und ich fand die Vorstellung am nächsten Tag mein Baby im Arm zu halten super skurril und gleichzeitig wundervoll. Dieser Tag hat sich dermaßen eingebrannt. Wir aßen noch ein Eis gemeinsam in der Cafeteria des Krankenhauses, spazierten im Krankenhauspark umher und ich hatte immer den Gedanken: „Morgen ist das ganze hier vorbei. Morgen bist du Mama“. Und gleichzeitig fühlte ich mich mies, dieses Baby einfach so aus meinem Bauch zu reißen, vielleicht wäre es ja noch gar nicht bereit?!

Ich schlief irgendwann abends ein. Am 17.07.2011, 39+1. Das letzte mal alleine, ohne das ein Baby mein Leben auf den Kopf stellt. Am 18.07.2011, bei 39+2 wachte ich gegen 4:30 auf, weil mein Bett nass war. Die Fruchtblase war geplatzt. Es konnte losgehen. Bis heute bin ich enorm froh, dass der Zwerg den Startschuss selbst gab. Unabhängig von irgendwelchen Terminen schien er einfach raus zu wollen. Ich war unendlich erleichtert und glücklich.

Am Anfang der Schwangerschaft hörte ich immer öfter: „Die Zweitgeborenen kommen eh eher als die Erstgeborenen. Es wird also bestimmt eher als beim Zwerg losgehen.“ Pustekuchen. Ätschebätsch. Ich sitze hier bei 39+1 und außer ab und an einem Bauchziehen tut sich nämlich genau …. gar nichts. 😉 Und dieses Bauchziehen hatte ich mittlerweile schon so oft, dass ich da nichts mehr reininterpretiere. Ich gehe derzeit davon aus, vor 40+0 tut sich hier eh nix.

Trotzdem ist das Gefühl super komisch. Ich muss heute öfters daran denken, dass ich beim Zwerg genau wusste, morgen um die Zeit hast du dein Baby. Diesmal ist da nur rosa-roter Nebel in Sicht. Undurchsichtig und keine Ahnung, wann es wirklich los geht. Einerseits eigentlich gut, sonst wäre ich vermutlich super aufgeregt und ängstlich, andererseits könnte ich mich seelisch drauf einstellen, wenn ich wüsste: „noch 2, 3 oder 10 Tage“ 😉

Aber bis dahin bleib hier wohl nur – abwarten und Tee trinken. Nachdem ich die 39. Woche hindurch hibbelig war und jeden Moment dachte: „Es geht looooooossss.“, werde ich im Moment von Tag zu Tag ruhiger. Irgendwann kommen sie schließlich alle raus. Und ob nun heute, morgen oder in einer Woche ist da auch relativ egal. Das Pünktchen wird schon wissen, wann es bereit ist uns gegenüber zu treten.

Liebe Grüße.

Eure teetrinkende Sophie

 

PS: Raus aus der ET-Tippliste sind: Martina, Krummel23, jsscahzet, Frau Gurkenhals, Sabrina H., Mehlina, vane137, Sandy und Mimiisgrglueck.

38+0 – Gedankenfluss: Und? Wie geht es dir?

Ihr Lieben,

38+0, also 39. Schwangerschaftswoche. Und so langsam nerven mich diese ständigen: „Und? Wie geht es dir?“ Fragen.  Egal ob am Telefon oder via Facebook und co. Warum fragt man das ständig? Und warum melden sich jetzt plötzlich alle gegen Ende, von denen man sonst nix hört? – Ich weiß, die meisten von euch meinen es nur gut, aber wenn der tausende schreibt: „Na? Wie geht es dir?“, dann nervt es mich einfach.

Ja, wie geht es mir eigentlich? Was sollte ich denn darauf sagen? Meine Antwort ist immer ein: „Mir geht`s rund.“ Haha. Sehr witzig, die Sophie heute wieder, ich weiß. Ihr dürft mir dafür gerne virtuell Applaus spenden. Aber, wollen meine Gegenüber wirklich wissen, wie es mir geht? Oder wollen sie in Wirklichkeit wissen, ob sich das Baby schon auf den Weg macht? Ich habe das Gefühl, „wie geht es dir?“ darf ich hier als Synonym: „Und? Geht es schon los?“ verstehen. ABER was erwartet sich der Fragende eigentlich? Das ich sage: „Oh du. Ich habe gerade alle 7 Minuten Wehen und denke ich werde ich 10 Minuten aufbrechen ins Krankenhaus.“? Dann würde ich sicherlich nicht mehr chatten, telefonieren oder sonst etwas. 😉

Aber zurück zur Ausgangsfrage. Wie geht es mir? Ich bin jetzt seit 39 Wochen schwanger. Ehrlich gesagt, hat mein Körper (und auch ich) glaube ich schon längst vergessen, wie es sich anfühlt unschwanger zu sein. Ich fühle mich wirklich kugelrund, ein Zustand an den ich mich beim Zwerg nicht mehr erinnern kann. Ich habe oft das Gefühl das kein Platz mehr für das Baby in meinem Bauch ist. Egal wie ich sitze, immer drückt irgendwo irgendein Körperteil von dem Baby gegen mich. Entweder gegen meine Blase, in meine Nieren, meine Rippen, meine Hüfte, auf die Lunge, den Magen, das Becken. Einfach überall. Oft frage ich dann das Pünktchen freundlich, ob es ein wenig Platz machen könnte und versuche von Außen gegen zu schieben, um ihm zu vermitteln, dass mir das ganze unangenehm ist, was es gerade tut.

Außerdem muss ich gefühlt alle 5 Minuten auf Toilette, weil meine Blase jetzt scheinbar als Boxsack fungiert. Stehen oder lange Laufen geht jetzt noch schlechter als in den letzten Wochen, meine Symphyse schmerzt nach wie vor, aber ich glaube an den Schmerz hab ich mich schon gewöhnt, oder die Rückenschmerzen sind einfach im Moment präsenter und lösen das ganze ab. Das kann ich nicht so genau sagen. Fakt ist aber, wenn ich sauge oder wische, schmerzen Symphyse, Rücken und auch oft der Bauch.

Manchmal habe ich das Gefühl, mein nächsten Schritt plumpst das Pünktchen einfach aus mir raus, so sehr drückt alles nach unten.

Gleichzeitig versuche ich mich aber zu motivieren und zu täglichen Spaziergängen zu zwingen, weil ich weiß, dass ich für die Geburt jede Menge Kondition brauchen werde. Insgesamt würde ich sogar sagen, ich fühle mich besser als noch vor 5 Wochen. Zumindest fühle ich mich im Vergleich doch ein wenig fitter. Ich denke aber, dass ist so ein Motivationsschub gegen Ende, weil ich weiß, dass es jetzt nur noch 3, allerallerhöchstens 4 Wochen sind. Wahrscheinlicher eher eine oder zwei. Und ich versuche die letzten Tage dieser Schwangerschaft zu genießen. So sehr, wie ich mir oft wünsche, es wäre vorbei, so sehr weiß ich, dass ich den Bauch vermissen werde. Verrückt.

Seit über einer Woche habe ich vermehrt Wehen, die noch nicht schmerzen, aber doch schon recht intensiv sein können. Oft merke ich abends immer wieder einen harten Bauch. Wenn mir das ganze regelmäßig vorkommt, schaue ich im Bett während ich noch lese nochmal an die Uhr. Ich stelle dann fest, dass sie meistens alle 10 Minuten kommen. Und irgendwann schlafe ich dann ein. Tief und fest und morgens ist der ganze Spuk vorbei. Mittlerweile weiß ich, dass das Baby kaum von dieser Art von Wehen auf die Welt kommt, trotzdem liege ich Abend für Abend da und frage mich, ob es wohl losgeht.

 

Der Mann wird auch von Tag zu Tag nervöser, habe ich so das Gefühl. Mittlerweile ruft er so schnell wie möglich zurück, wenn er einen Anruf von mir auf seinem Handy sieht. Komisches Gefühl für mich, denn so ist er sonst gar nicht.  😛 Jeden morgen verabschiedet er sich mit den Worten: „Ruf mich an, wenn ich wieder heimkommen soll.“. Jeden Abend fragt er mich, ob es wohl heute schon losgeht. Und ich kann immer nur antworten: „Keine Ahnung.“ Manchmal frag ich mich dann, ob man wohl kurz vor der Geburt ein Bauchgefühl dafür bekommt und sagen kann: „Ja, ich glaube es geht heute noch los.“. Ich habe keine Ahnung, woran ich erkennen soll, dass es wirklich losgeht. Alle sagen zu mir: „Du wirst es merken.“ Was ist aber, wenn ich richtige Geburtswehen immer noch für stärkere Übungswehen halte und schlicht und einfach nicht damit rechne, dass es wirklich losgeht?!

 

Im Moment würde ich am liebsten tausend Geburtsberichte studieren und mir daraus eine Statistik erstellen, wie es losgeht und woran man es merkt, um in etwa einen Leitfaden zu haben. Aber jede Schwangerschaft ist nun mal anders und es wird mir keiner sagen können, wann und wie es nun wirklich losgehen wird. Genau diese unplanbare Komponente macht mir derzeit Bauchgrummeln. Ich schwanke derzeit noch mit mir, ob ich mir wieder einen Blasensprung als Geburtsbeginn wünsche, oder doch lieber Wehen. Blasensprung hätte den Vorteil noch in Ruhe eine Zwergenbetreuung zu organisieren und dann in Ruhe, ohne viele Wehen ins Krankenhaus zu fahren. Aber wenn es nicht wirklich vorangeht, müssten wir dort die komplette Eröffnungsphase verbringen. Deshalb wären mir zu erst Wehen doch lieber. Dann könnten wir vielleicht die ersten Wehen in Ruhe daheim abwarten und dann erst ins Krankenhaus fahren. Ich weiß also auch nicht so wirklich, was ich will im Moment.

 

Fakt ist, es könnte jeden Moment soweit sein. Und ich bin verdammt gespannt auf das was kommt. Wie war es bei euch? Wart ihr auch so nervös, kurz vor der Geburt??

 

Liebe Grüße

 

Eure Sophie

37+0 – ET-Tipprunde

Ihr Lieben,

bereits auf mehreren Blogs habe ich nun die ET – Tipprunde gesehen.

Es funktioniert folgendermaßen: Ihr gebt euren ET-Tipp per Kommentar ab und dem Gewinner gebührt Ruhm und Ehre. Vielleicht auch noch eine kleine Überraschung, das entscheide ich je nachdem, wie mir nach der Geburt ist. Mit 2 Kindern wird das sicherlich erstmal zeitaufwendiger als mit einem und ich will euch nichts versprechen, was ich vielleicht nicht halten kann 😉

Hier kommen die Fakten zu meiner Schwangerschaft:

  • errechneter Geburtstermin ist nach den Ultraschall-Untersuchungen der 13.03.2014
  • es ist mein zweites Kind
  • der Zwerg kam 5 Tage vor dem Termin, per geplanter Sectio
  • mir platzte allerdings in der Nacht vorher die Fruchtblase, es wäre also so oder so losgegangen
  • erst am Wochenende drehte sich das Pünktchen nochmal in BEL und wieder zurück
  • ich habe jetzt schon hin und wieder Wehen, die aber nicht schmerzhaft sind
  • das Pünktchen liegt noch nicht fest im Becken, vor 14 Tagen war der MM weich, aber noch verschlossen
  • am 04.03.2014 wird der Mann 30.

Zu den Regeln:

  • jeder von euch hat nur einen Tipp frei
  • die Tipps könnt ihr hier via Kommentar / Facebook / Insta und Twitter abgeben
  • ich werde rechts in der Sidebar ein Liste erstellen mit eurem Namen und Tipp

Ich bin gespannt auf eure Tipps und wer letztendlich richtig liegen wird. Ich selber vermute ja, das Pünktchen kommt ein bisschen eher als ET…

Viel Spaß beim Raten!!!

Eure Sophie

36+6 – Flashback, Wehmut und Charakterstudien

Ihr Lieben,

vor ein bisschen mehr als 2 1/2 Jahren war ich im Krankenhaus und bekam den Zwerg, per geplanter Sectio. Ich entließ mich damals nach 5 Tagen selbst, normalerweise sind in unserem Wunsch-Krankenhaus 7 Tage nach einem Kaiserschitt vorgesehen. Aber, ich war so froh, als ich wieder heim konnte. Ich mag sonst keine Krankenhäuser, ergo halte ich mich dort gar nicht auf.

Heute fuhren wir auf dem Parkplatz und es war das totale Flashback-Erlebnis. Ich konnte noch genau sagen, wo wir geparkt hatten, als wir zur Sectio kamen und als wir 5 Tage später das Krankenhaus verließen. Der Mann stolz den Maxi-Cosi tragend. Ich noch ein bisschen humpelnd, aber glücklich. Damit hatte ich irgendwie nicht gerechnet und im Schwall meiner Hormone begann ich zu weinen. Der Mann drückte mich und dachte zuerst, es wäre wegen dem Pünktchen, weil es wahrscheinlich in BEL liegt und wir mit Sicherheit wieder mit einem Sectio Termin heimgehen. Aber es waren einfach die aufkommenden Erinnerungen. Die erste Zeit mit einem Mini-Baby. Es kommt mir vor, als wäre es erst gestern gewesen und wenn ich meinen kleinen großen Zwerg anschaue, dann kann ich gar nicht fassen, was für ein wundervolles Wunder wir da erschaffen haben.

Der Zwerg ist ein grandioses Kind. Ich liebe ihn über alles. Ich kann es einfach nicht glauben, dass das ganze über 2 1/2 Jahre her sein soll. Ich war doch gerade erst mit ihm schwanger und er war doch das kleine Baby, dass in diesem Krankenhaus auf die Welt kam. Erst vor kurzen habe ich ihn doch noch gestillt, zum ersten Mal gebaden und ihn auf mir schlafen gehabt.

Ich bin ganz ehrlich, es überrollte mich in diesem Moment schier. Ich brauchte wirklich ein paar Minuten um die Tränchen zu trocknen und mich wieder zu fassen. Anschließend ging es ab in die Klinik zur Geburtsplanung. Und da saß ich wieder. Am CTG hängend. Am 18.07.2011 saß ich bereits genau hier. Frühmorgens. Kurz nach 5 Uhr, mit einem Blasensprung. Tierisch nervös wegen dem, was jetzt kommen würde. Der Mann schaute mich an und sagte nur: „Hier sind wir wieder. Genau da hast du auch nach deinem Blasensprung mit dem Zwerg gesessen“ und ich glaube, wir hätten gerne beide nochmal kurz in Erinnerungen geschwelgt.. Aber Gott sei Dank kam die Hebamme ins Zimmer und lenkte uns mit allen möglichen Fragen ab 😀

Die große Überraschung: Das Pünktchen hat sich gestern Abend scheinbar ernsthaft berappelt und sich gedreht. Ich leuchtete gestern Nachmittag mit der Taschenlampe und manövrierte es so wenigstens in Querlage. Dann drehte es lustig mal so und mal so. Mal glaubte ich den Po oben zu spüren, mal den Kopf und schließlich wusste ich gar nicht mehr, was wo wie lag. 😀 Abends im Bett konnte ich nicht einschlafen, sprach immer wieder still zum Pünktchen es solle sich bitte drehen. Aktiv war es zumindest wie verrückt. Ich war mir durchaus bewusst, bei einer Geburtsplanung Ende 37. SSW, einem Kind in BEL und einem voraus gegangenem Kaiserschnitt auf Grund einer BEL gehe ich definitiv mit einem Kaiserschnitttermin nach Hause. Genau das setzte mich innerlich ungemein unter Druck. Dieser Gedanke, dass ein Kaiserschnitt vielleicht eine Woche vor ET angesetzt werden würde, mir und dem Pünktchen ergo damit noch maximal 14 Tage für eine Drehung bleiben und nicht 3 Wochen. Ich lag also gestern Abend im Bett, das Pünktchen wühlte und ich schloss im Stillen ein Abkommen mit ihm und Gott. Sollte es weiterhin in BEL bleiben, dann hat das seine Gründe und wer weiß, wie dann eine natürliche Geburt enden würde. Sollte es sich drehen, geht eine natürliche Geburt gut.

Ich tastete heute morgen nicht mehr wirklich, wie das Pünktchen lag, spürte aber meiner Meinung nach eindeutig die Füße im Becken, wenn es trat. Wir schrieben ein CTG und anschließend wollte die Oberärztin noch einen Ultraschall machen, um sicher zu gehen, wie wir nun verfahren würden. Und: Das Pünktchen lag in Scheitellage. Yeah. Ich hätte einen Freudentanz aufführen können vor Erleichterung. All die Gedanken, wie ich mit Kaiserschnitt, Baby und Kleinkind klar kommen würde, waren wie weggeblasen. Fragte ich mich noch heute morgen, wie das denn wird, wenn ich den Zwerg eine Zeit lang nicht hochheben kann, ist das jetzt ganz weit weg. Ich bin einfach nur erleichtert und wünsche mir nach dieser Schwangerschaft für mich selber, eine wundervolle und natürliche Geburt, die ich ganz fest einschließen und in Erinnerung behalten kann. Der Mann meinte vorhin auch, die hätte ich mir verdient.

Anschließend gönnten wir uns einen Burger und Pommes bei einem Fast Food Restaurant und stellten Charakterstudien über das Pünktchen an. Der Zwerg saß relativ früh stur. Ohne Drehung. Ansonsten war er nicht sonderlich aktiv. Er trat und war oft wach, aber diese Bauch-Verformungsaktionen, die das Pünktchen bringt, die kennen wir von ihm nicht. Auch heute noch ist der Zwerg ein kleiner Sturkopf. Er bewegt sich viel und gerne, aber er ist kein endloser Zappelphilipp. Sich eine Stunde hinsetzen und Bücher anschauen?! Kein Problem. Generell hatte er es nie sehr eilig. Mit 9 Monaten konnte er schon länger WauWau oder Papa sagen, aber krabbeln fing er da gerade erst langsam an. Mit 15 Monaten begann er zu Laufen, konnte allerdings locker schon seit 2 Monaten zu Tierbildern die passenden Geräusche machen…

Wenn das beim Pünktchen ähnlich wird, dann bekommen wir jetzt wohl einen kleinen Wildfang. Ein Kind, was nur halb so stur ist, wie der Zwerg, uns dafür aber wahrscheinlich ungemein mit seinen Kletteraktionen und ähnlichem auf Trab hält.

Ich bin ja sehr gespannt, ob das so stimmt, oder ob wir uns da vollkommen täuschen. Generell frage ich mich so oft: „Wird das Pünktchen dem Zwerg wohl ähnlich sehen?“ und ob sie charakterlich harmonieren werden. Werden sie sich gut verstehen? Wie wird der Zwerg reagieren? Wird das Pünktchen ihn unentwegt anhimmeln? Ich freue mich so auf die Zeit zu viert. Ich freue mich, Mama von zwei ganz großartigen Rackern zu werden. Denn von einem wundervollen bin ich es ja schon. Ich freue mich darauf, die ganze Babyzeit noch einmal erleben zu können, ein Kind nochmal bei den grandiosen ersten Schritten ins Leben und dann durchs Leben zu begleiten.

Und wenn der Zwerg abends manchmal nicht schlafen kann, ich mich zu ihm ins Bett kuschel, in streichle und er selig in meinen Armen einschläft. – Dann weiß ich, dass Kinder zu bekommen einfach das Größte auf der Welt ist.

Eure Sophie

36+5 – Hebammen, Akupunktur und ein Baby mit eigenem Kopf

Ihr Lieben,

 

eben gerade war die Hebamme zur Akupunktur da. Ich hatte ja schon ein bisschen Bammel vor, hört man doch immer öfter, dass viele die Nadeln nicht vertragen und ihnen schwummerig wird oder gar der gesamte Kreislauf absackt. Meine Hebamme beruhigte mich jedoch und sagte, wir machen das ganz langsam und ich könne mich jederzeit hinlegen. Der Vorteil, wenn sie zu einem nach Hause kommen.

Ich hatte die ersten 3 Nadeln sitzen und merkte, wie mir richtig warm und komisch wurde. Sofort reagierte sie, delegierte mich zum Liegen, anstatt leicht zu sitzen und packte Kissen unter meine Beine. Das war`s dann auch. Den Rest der Zeit schwätzen wir und ich lag gemütlich auf der Couch. Die Nadeln merkte ich echt nicht mehr. Außer eine am Knöchel, die wir dann eher zogen, als es echt unangenehm wurde.

 

Nebenher unterhielten wir uns über die Wehen, die ich seit Sonntag immer mal wieder habe und mir unsicher war, ob die jetzt schon in Richtung Geburt gehen. Sie meinte, ich würde sehr wohl merken, wenn es losgeht und das das jetzt schon Vorarbeit sein kann, aber nicht muss. Da das Baby bei der letzten Untersuchung mit dem Kopf noch nicht tief im Becken war, entschloss sie sich eben mal meinen Bauch abzutasten.

 

Es ergab sich folgendes Gespräch:

Hebamme: *taste taste am Oberbauch*

Sophie scherzt: „Der Po liegt aber noch oben, ja?“

Hebamme: *taste taste* „Ich taste erstmal fertig“

Sophie plötzlich verunsichert: „Ähm. Aber der Kopf ist unten?!“

Hebamme: *taste taste* „Ich taste noch ab und ich glaube der Kopf ist oben“

 

Mir wurde schlagartig bewusst, dass das kein Scherz ist und das ich vor vielleicht 5 Tagen dem Mann schon mal schrieb, dass ich glaubte, das Baby hätte sich gedreht. Sie meinte, sie wäre sich zu 75% sicher, dass das Baby in Beckenendlage liegt. Morgen ist Geburtsplanung, mit Ultraschall, da werden wir Gewissheit haben.

Ich sitze gerade hier und bin äußerst deprimiert. Einerseits kann ich es nicht glauben. Das Baby liegt jetzt seit der 30. Woche in Scheitellage und die Ärztin meinte noch vor 14 Tagen es sei unwahrscheinlich, dass es sich nochmal dreht. Ich bin gerade echt ein wenig desillusioniert. Ich möchte diesmal so gerne natürlich entbinden. Aber bei einer BEL kommt das auf Grund einer familiären Vorgeschichte für mich nicht in Frage. Selbst meine Hebamme rät davon ab und meinte, ein Kaiserschnitt wäre in dem Fall die bessere Wahl.

 

Ich hoffe immer noch auf die 25%, dass sie sich vielleicht geirrt hat..aber ich vertraue ihr und ihrem Urteil da eigentlich schon. Das heißt also, ich lege mich jetzt gleich mit Taschenlampe auf dem Bauch hin und leuchte dem Pünktchen den richtigen Weg. Und ich brauche euer Kollektives Daumen-drücken, dass es sich den richtigen Weg nochmal überlegt.

 

Wo wir gerade bei Hebammen sind, sicherlich habt ihr alle schon mitbekommen, dass es bald keinerlei Haftpflichtversicherungen für Hebammen mehr geben wird. Ich finde meine Hebamme so wichtig und weiß, dass es vielen, vielen, vielen anderen Müttern auch so geht. Es wäre deshalb toll, wenn ihr diese Petition unterschreiben könntet:

http://www.change.org/de/Petitionen/lieber-herr-gr%C3%B6he-retten-sie-unsere-hebammen?share_id=VkasbtPmtx&utm_campaign=share_button_action_box&utm_medium=facebook&utm_source=share_petition

 

andere Artikel zu dem Thema findet ihr bei:

Hebammenblog oder bei „von guten Eltern“

 

So. Meine Taschenlampe und ich, wir haben jetzt ein Couchdate.

 

Eure Sophie