Geschützt: Der Geburtsbericht vom Pünktchen

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40+2 – Endzeitschwangere.

Ihr Lieben,

 

die letzten Tage war es ruhig hier auf dem Blog. Kurz vor und am ET war ich ziemlich genervt und hatte einfach keinen Kopf für Blog-Einträge. Gefühlt hatten alle um mich rum schon ihr Baby, nur ich saß noch mit Baby im Bauch da. Auf Twitter und Insta war ich noch regelmäßig aktiv, aber für mehr als ein paar Zeilen fehlte mir einfach die Lust.

Wir befinden uns heute bei 40+2 und das Pünktchen verweilt immer noch bequem in seiner Höhle. Heute war CTG im Krankenhaus, es geht ihm super gut. Ein „Traum-CTG“ nannte es die Hebamme..Wehen aber keine zu sehen 😉

Es sieht so aus, als dauert es noch ein wenig. Mittlerweile bin ich eigentlich relativ entspannt. Seit heute Nachmittag ist der Mann daheim und hat Urlaub, nimmt mir viel ab und ist super lieb zu mir ❤

Ich denke mittlerweile, dass das Pünktchen schon einen Grund hat, warum es noch nicht aus seiner Einzimmerwohnung ausziehen will. Hotel Mama ist ja auch super schön.

Wir warten also alle gespannt, müssen jetzt täglich zum CTG und dürfen, so lange alles gut ist, laut Krankenhaus bis zu 14 Tage übertragen, ohne das jemand Stress macht. Ein Ende ist also definitiv in Sicht.

Bis dahin atme ich weiter tief durch, genieße die Zeit mit dem Zwerg und dem Mann und freue mich um so mehr, mein Pünktchen bald in den Armen halten zu dürfen.

Habt ein tolles Wochenende.

Eure Sophie

39+1 – Flashback.

Ihr Lieben,

Wir schreiben die 40. Schwangerschaftswoche. Um genau zu sein, 39+1. Sicherlich für viele nur irgendeine Zahl in der Schwangerschaft, aber ich bin sentimental.

Bei 39+2 war damals der Kaiserschnitt beim Zwerg angesetzt. Bei 39+1 mussten wir ins Krankenhaus, für die ganzen Voruntersuchungen. Und jetzt sitze ich hier und denke mir – damals beim Zwerg bei 39+1 hast du um die Zeit gerade noch genüsslich mit dem Mann gefrühstückt, wusstest du musst in einer Stunde ins Krankenhaus und hast am nächsten Tag dein Baby im Arm.

Ich erinnere mich noch super genau an dieses krasse Gefühl. Die Vorfreude und die Wehmut. Ich wusste, das nächste mal Frühstück hier auf der Couch, findet mit einem Baby statt. 39+1 in der Zwergenschwangerschaft war verbunden mit gefühlt stundenlangem Weinen, vor lauter Angst vor dem Kaiserschnitt, dem was kommt und vor lauter Vorfreude auf das, was da passiert.

Bei 39+1 in der letzten Schwangerschaft bezogen wir gegen 11 Uhr unser Familienzimmer. Da stand schon das Babybettchen und ich fand die Vorstellung am nächsten Tag mein Baby im Arm zu halten super skurril und gleichzeitig wundervoll. Dieser Tag hat sich dermaßen eingebrannt. Wir aßen noch ein Eis gemeinsam in der Cafeteria des Krankenhauses, spazierten im Krankenhauspark umher und ich hatte immer den Gedanken: „Morgen ist das ganze hier vorbei. Morgen bist du Mama“. Und gleichzeitig fühlte ich mich mies, dieses Baby einfach so aus meinem Bauch zu reißen, vielleicht wäre es ja noch gar nicht bereit?!

Ich schlief irgendwann abends ein. Am 17.07.2011, 39+1. Das letzte mal alleine, ohne das ein Baby mein Leben auf den Kopf stellt. Am 18.07.2011, bei 39+2 wachte ich gegen 4:30 auf, weil mein Bett nass war. Die Fruchtblase war geplatzt. Es konnte losgehen. Bis heute bin ich enorm froh, dass der Zwerg den Startschuss selbst gab. Unabhängig von irgendwelchen Terminen schien er einfach raus zu wollen. Ich war unendlich erleichtert und glücklich.

Am Anfang der Schwangerschaft hörte ich immer öfter: „Die Zweitgeborenen kommen eh eher als die Erstgeborenen. Es wird also bestimmt eher als beim Zwerg losgehen.“ Pustekuchen. Ätschebätsch. Ich sitze hier bei 39+1 und außer ab und an einem Bauchziehen tut sich nämlich genau …. gar nichts. 😉 Und dieses Bauchziehen hatte ich mittlerweile schon so oft, dass ich da nichts mehr reininterpretiere. Ich gehe derzeit davon aus, vor 40+0 tut sich hier eh nix.

Trotzdem ist das Gefühl super komisch. Ich muss heute öfters daran denken, dass ich beim Zwerg genau wusste, morgen um die Zeit hast du dein Baby. Diesmal ist da nur rosa-roter Nebel in Sicht. Undurchsichtig und keine Ahnung, wann es wirklich los geht. Einerseits eigentlich gut, sonst wäre ich vermutlich super aufgeregt und ängstlich, andererseits könnte ich mich seelisch drauf einstellen, wenn ich wüsste: „noch 2, 3 oder 10 Tage“ 😉

Aber bis dahin bleib hier wohl nur – abwarten und Tee trinken. Nachdem ich die 39. Woche hindurch hibbelig war und jeden Moment dachte: „Es geht looooooossss.“, werde ich im Moment von Tag zu Tag ruhiger. Irgendwann kommen sie schließlich alle raus. Und ob nun heute, morgen oder in einer Woche ist da auch relativ egal. Das Pünktchen wird schon wissen, wann es bereit ist uns gegenüber zu treten.

Liebe Grüße.

Eure teetrinkende Sophie

 

PS: Raus aus der ET-Tippliste sind: Martina, Krummel23, jsscahzet, Frau Gurkenhals, Sabrina H., Mehlina, vane137, Sandy und Mimiisgrglueck.

38+0 – Gedankenfluss: Und? Wie geht es dir?

Ihr Lieben,

38+0, also 39. Schwangerschaftswoche. Und so langsam nerven mich diese ständigen: „Und? Wie geht es dir?“ Fragen.  Egal ob am Telefon oder via Facebook und co. Warum fragt man das ständig? Und warum melden sich jetzt plötzlich alle gegen Ende, von denen man sonst nix hört? – Ich weiß, die meisten von euch meinen es nur gut, aber wenn der tausende schreibt: „Na? Wie geht es dir?“, dann nervt es mich einfach.

Ja, wie geht es mir eigentlich? Was sollte ich denn darauf sagen? Meine Antwort ist immer ein: „Mir geht`s rund.“ Haha. Sehr witzig, die Sophie heute wieder, ich weiß. Ihr dürft mir dafür gerne virtuell Applaus spenden. Aber, wollen meine Gegenüber wirklich wissen, wie es mir geht? Oder wollen sie in Wirklichkeit wissen, ob sich das Baby schon auf den Weg macht? Ich habe das Gefühl, „wie geht es dir?“ darf ich hier als Synonym: „Und? Geht es schon los?“ verstehen. ABER was erwartet sich der Fragende eigentlich? Das ich sage: „Oh du. Ich habe gerade alle 7 Minuten Wehen und denke ich werde ich 10 Minuten aufbrechen ins Krankenhaus.“? Dann würde ich sicherlich nicht mehr chatten, telefonieren oder sonst etwas. 😉

Aber zurück zur Ausgangsfrage. Wie geht es mir? Ich bin jetzt seit 39 Wochen schwanger. Ehrlich gesagt, hat mein Körper (und auch ich) glaube ich schon längst vergessen, wie es sich anfühlt unschwanger zu sein. Ich fühle mich wirklich kugelrund, ein Zustand an den ich mich beim Zwerg nicht mehr erinnern kann. Ich habe oft das Gefühl das kein Platz mehr für das Baby in meinem Bauch ist. Egal wie ich sitze, immer drückt irgendwo irgendein Körperteil von dem Baby gegen mich. Entweder gegen meine Blase, in meine Nieren, meine Rippen, meine Hüfte, auf die Lunge, den Magen, das Becken. Einfach überall. Oft frage ich dann das Pünktchen freundlich, ob es ein wenig Platz machen könnte und versuche von Außen gegen zu schieben, um ihm zu vermitteln, dass mir das ganze unangenehm ist, was es gerade tut.

Außerdem muss ich gefühlt alle 5 Minuten auf Toilette, weil meine Blase jetzt scheinbar als Boxsack fungiert. Stehen oder lange Laufen geht jetzt noch schlechter als in den letzten Wochen, meine Symphyse schmerzt nach wie vor, aber ich glaube an den Schmerz hab ich mich schon gewöhnt, oder die Rückenschmerzen sind einfach im Moment präsenter und lösen das ganze ab. Das kann ich nicht so genau sagen. Fakt ist aber, wenn ich sauge oder wische, schmerzen Symphyse, Rücken und auch oft der Bauch.

Manchmal habe ich das Gefühl, mein nächsten Schritt plumpst das Pünktchen einfach aus mir raus, so sehr drückt alles nach unten.

Gleichzeitig versuche ich mich aber zu motivieren und zu täglichen Spaziergängen zu zwingen, weil ich weiß, dass ich für die Geburt jede Menge Kondition brauchen werde. Insgesamt würde ich sogar sagen, ich fühle mich besser als noch vor 5 Wochen. Zumindest fühle ich mich im Vergleich doch ein wenig fitter. Ich denke aber, dass ist so ein Motivationsschub gegen Ende, weil ich weiß, dass es jetzt nur noch 3, allerallerhöchstens 4 Wochen sind. Wahrscheinlicher eher eine oder zwei. Und ich versuche die letzten Tage dieser Schwangerschaft zu genießen. So sehr, wie ich mir oft wünsche, es wäre vorbei, so sehr weiß ich, dass ich den Bauch vermissen werde. Verrückt.

Seit über einer Woche habe ich vermehrt Wehen, die noch nicht schmerzen, aber doch schon recht intensiv sein können. Oft merke ich abends immer wieder einen harten Bauch. Wenn mir das ganze regelmäßig vorkommt, schaue ich im Bett während ich noch lese nochmal an die Uhr. Ich stelle dann fest, dass sie meistens alle 10 Minuten kommen. Und irgendwann schlafe ich dann ein. Tief und fest und morgens ist der ganze Spuk vorbei. Mittlerweile weiß ich, dass das Baby kaum von dieser Art von Wehen auf die Welt kommt, trotzdem liege ich Abend für Abend da und frage mich, ob es wohl losgeht.

 

Der Mann wird auch von Tag zu Tag nervöser, habe ich so das Gefühl. Mittlerweile ruft er so schnell wie möglich zurück, wenn er einen Anruf von mir auf seinem Handy sieht. Komisches Gefühl für mich, denn so ist er sonst gar nicht.  😛 Jeden morgen verabschiedet er sich mit den Worten: „Ruf mich an, wenn ich wieder heimkommen soll.“. Jeden Abend fragt er mich, ob es wohl heute schon losgeht. Und ich kann immer nur antworten: „Keine Ahnung.“ Manchmal frag ich mich dann, ob man wohl kurz vor der Geburt ein Bauchgefühl dafür bekommt und sagen kann: „Ja, ich glaube es geht heute noch los.“. Ich habe keine Ahnung, woran ich erkennen soll, dass es wirklich losgeht. Alle sagen zu mir: „Du wirst es merken.“ Was ist aber, wenn ich richtige Geburtswehen immer noch für stärkere Übungswehen halte und schlicht und einfach nicht damit rechne, dass es wirklich losgeht?!

 

Im Moment würde ich am liebsten tausend Geburtsberichte studieren und mir daraus eine Statistik erstellen, wie es losgeht und woran man es merkt, um in etwa einen Leitfaden zu haben. Aber jede Schwangerschaft ist nun mal anders und es wird mir keiner sagen können, wann und wie es nun wirklich losgehen wird. Genau diese unplanbare Komponente macht mir derzeit Bauchgrummeln. Ich schwanke derzeit noch mit mir, ob ich mir wieder einen Blasensprung als Geburtsbeginn wünsche, oder doch lieber Wehen. Blasensprung hätte den Vorteil noch in Ruhe eine Zwergenbetreuung zu organisieren und dann in Ruhe, ohne viele Wehen ins Krankenhaus zu fahren. Aber wenn es nicht wirklich vorangeht, müssten wir dort die komplette Eröffnungsphase verbringen. Deshalb wären mir zu erst Wehen doch lieber. Dann könnten wir vielleicht die ersten Wehen in Ruhe daheim abwarten und dann erst ins Krankenhaus fahren. Ich weiß also auch nicht so wirklich, was ich will im Moment.

 

Fakt ist, es könnte jeden Moment soweit sein. Und ich bin verdammt gespannt auf das was kommt. Wie war es bei euch? Wart ihr auch so nervös, kurz vor der Geburt??

 

Liebe Grüße

 

Eure Sophie

37+0 – ET-Tipprunde

Ihr Lieben,

bereits auf mehreren Blogs habe ich nun die ET – Tipprunde gesehen.

Es funktioniert folgendermaßen: Ihr gebt euren ET-Tipp per Kommentar ab und dem Gewinner gebührt Ruhm und Ehre. Vielleicht auch noch eine kleine Überraschung, das entscheide ich je nachdem, wie mir nach der Geburt ist. Mit 2 Kindern wird das sicherlich erstmal zeitaufwendiger als mit einem und ich will euch nichts versprechen, was ich vielleicht nicht halten kann 😉

Hier kommen die Fakten zu meiner Schwangerschaft:

  • errechneter Geburtstermin ist nach den Ultraschall-Untersuchungen der 13.03.2014
  • es ist mein zweites Kind
  • der Zwerg kam 5 Tage vor dem Termin, per geplanter Sectio
  • mir platzte allerdings in der Nacht vorher die Fruchtblase, es wäre also so oder so losgegangen
  • erst am Wochenende drehte sich das Pünktchen nochmal in BEL und wieder zurück
  • ich habe jetzt schon hin und wieder Wehen, die aber nicht schmerzhaft sind
  • das Pünktchen liegt noch nicht fest im Becken, vor 14 Tagen war der MM weich, aber noch verschlossen
  • am 04.03.2014 wird der Mann 30.

Zu den Regeln:

  • jeder von euch hat nur einen Tipp frei
  • die Tipps könnt ihr hier via Kommentar / Facebook / Insta und Twitter abgeben
  • ich werde rechts in der Sidebar ein Liste erstellen mit eurem Namen und Tipp

Ich bin gespannt auf eure Tipps und wer letztendlich richtig liegen wird. Ich selber vermute ja, das Pünktchen kommt ein bisschen eher als ET…

Viel Spaß beim Raten!!!

Eure Sophie

36+6 – Flashback, Wehmut und Charakterstudien

Ihr Lieben,

vor ein bisschen mehr als 2 1/2 Jahren war ich im Krankenhaus und bekam den Zwerg, per geplanter Sectio. Ich entließ mich damals nach 5 Tagen selbst, normalerweise sind in unserem Wunsch-Krankenhaus 7 Tage nach einem Kaiserschitt vorgesehen. Aber, ich war so froh, als ich wieder heim konnte. Ich mag sonst keine Krankenhäuser, ergo halte ich mich dort gar nicht auf.

Heute fuhren wir auf dem Parkplatz und es war das totale Flashback-Erlebnis. Ich konnte noch genau sagen, wo wir geparkt hatten, als wir zur Sectio kamen und als wir 5 Tage später das Krankenhaus verließen. Der Mann stolz den Maxi-Cosi tragend. Ich noch ein bisschen humpelnd, aber glücklich. Damit hatte ich irgendwie nicht gerechnet und im Schwall meiner Hormone begann ich zu weinen. Der Mann drückte mich und dachte zuerst, es wäre wegen dem Pünktchen, weil es wahrscheinlich in BEL liegt und wir mit Sicherheit wieder mit einem Sectio Termin heimgehen. Aber es waren einfach die aufkommenden Erinnerungen. Die erste Zeit mit einem Mini-Baby. Es kommt mir vor, als wäre es erst gestern gewesen und wenn ich meinen kleinen großen Zwerg anschaue, dann kann ich gar nicht fassen, was für ein wundervolles Wunder wir da erschaffen haben.

Der Zwerg ist ein grandioses Kind. Ich liebe ihn über alles. Ich kann es einfach nicht glauben, dass das ganze über 2 1/2 Jahre her sein soll. Ich war doch gerade erst mit ihm schwanger und er war doch das kleine Baby, dass in diesem Krankenhaus auf die Welt kam. Erst vor kurzen habe ich ihn doch noch gestillt, zum ersten Mal gebaden und ihn auf mir schlafen gehabt.

Ich bin ganz ehrlich, es überrollte mich in diesem Moment schier. Ich brauchte wirklich ein paar Minuten um die Tränchen zu trocknen und mich wieder zu fassen. Anschließend ging es ab in die Klinik zur Geburtsplanung. Und da saß ich wieder. Am CTG hängend. Am 18.07.2011 saß ich bereits genau hier. Frühmorgens. Kurz nach 5 Uhr, mit einem Blasensprung. Tierisch nervös wegen dem, was jetzt kommen würde. Der Mann schaute mich an und sagte nur: „Hier sind wir wieder. Genau da hast du auch nach deinem Blasensprung mit dem Zwerg gesessen“ und ich glaube, wir hätten gerne beide nochmal kurz in Erinnerungen geschwelgt.. Aber Gott sei Dank kam die Hebamme ins Zimmer und lenkte uns mit allen möglichen Fragen ab 😀

Die große Überraschung: Das Pünktchen hat sich gestern Abend scheinbar ernsthaft berappelt und sich gedreht. Ich leuchtete gestern Nachmittag mit der Taschenlampe und manövrierte es so wenigstens in Querlage. Dann drehte es lustig mal so und mal so. Mal glaubte ich den Po oben zu spüren, mal den Kopf und schließlich wusste ich gar nicht mehr, was wo wie lag. 😀 Abends im Bett konnte ich nicht einschlafen, sprach immer wieder still zum Pünktchen es solle sich bitte drehen. Aktiv war es zumindest wie verrückt. Ich war mir durchaus bewusst, bei einer Geburtsplanung Ende 37. SSW, einem Kind in BEL und einem voraus gegangenem Kaiserschnitt auf Grund einer BEL gehe ich definitiv mit einem Kaiserschnitttermin nach Hause. Genau das setzte mich innerlich ungemein unter Druck. Dieser Gedanke, dass ein Kaiserschnitt vielleicht eine Woche vor ET angesetzt werden würde, mir und dem Pünktchen ergo damit noch maximal 14 Tage für eine Drehung bleiben und nicht 3 Wochen. Ich lag also gestern Abend im Bett, das Pünktchen wühlte und ich schloss im Stillen ein Abkommen mit ihm und Gott. Sollte es weiterhin in BEL bleiben, dann hat das seine Gründe und wer weiß, wie dann eine natürliche Geburt enden würde. Sollte es sich drehen, geht eine natürliche Geburt gut.

Ich tastete heute morgen nicht mehr wirklich, wie das Pünktchen lag, spürte aber meiner Meinung nach eindeutig die Füße im Becken, wenn es trat. Wir schrieben ein CTG und anschließend wollte die Oberärztin noch einen Ultraschall machen, um sicher zu gehen, wie wir nun verfahren würden. Und: Das Pünktchen lag in Scheitellage. Yeah. Ich hätte einen Freudentanz aufführen können vor Erleichterung. All die Gedanken, wie ich mit Kaiserschnitt, Baby und Kleinkind klar kommen würde, waren wie weggeblasen. Fragte ich mich noch heute morgen, wie das denn wird, wenn ich den Zwerg eine Zeit lang nicht hochheben kann, ist das jetzt ganz weit weg. Ich bin einfach nur erleichtert und wünsche mir nach dieser Schwangerschaft für mich selber, eine wundervolle und natürliche Geburt, die ich ganz fest einschließen und in Erinnerung behalten kann. Der Mann meinte vorhin auch, die hätte ich mir verdient.

Anschließend gönnten wir uns einen Burger und Pommes bei einem Fast Food Restaurant und stellten Charakterstudien über das Pünktchen an. Der Zwerg saß relativ früh stur. Ohne Drehung. Ansonsten war er nicht sonderlich aktiv. Er trat und war oft wach, aber diese Bauch-Verformungsaktionen, die das Pünktchen bringt, die kennen wir von ihm nicht. Auch heute noch ist der Zwerg ein kleiner Sturkopf. Er bewegt sich viel und gerne, aber er ist kein endloser Zappelphilipp. Sich eine Stunde hinsetzen und Bücher anschauen?! Kein Problem. Generell hatte er es nie sehr eilig. Mit 9 Monaten konnte er schon länger WauWau oder Papa sagen, aber krabbeln fing er da gerade erst langsam an. Mit 15 Monaten begann er zu Laufen, konnte allerdings locker schon seit 2 Monaten zu Tierbildern die passenden Geräusche machen…

Wenn das beim Pünktchen ähnlich wird, dann bekommen wir jetzt wohl einen kleinen Wildfang. Ein Kind, was nur halb so stur ist, wie der Zwerg, uns dafür aber wahrscheinlich ungemein mit seinen Kletteraktionen und ähnlichem auf Trab hält.

Ich bin ja sehr gespannt, ob das so stimmt, oder ob wir uns da vollkommen täuschen. Generell frage ich mich so oft: „Wird das Pünktchen dem Zwerg wohl ähnlich sehen?“ und ob sie charakterlich harmonieren werden. Werden sie sich gut verstehen? Wie wird der Zwerg reagieren? Wird das Pünktchen ihn unentwegt anhimmeln? Ich freue mich so auf die Zeit zu viert. Ich freue mich, Mama von zwei ganz großartigen Rackern zu werden. Denn von einem wundervollen bin ich es ja schon. Ich freue mich darauf, die ganze Babyzeit noch einmal erleben zu können, ein Kind nochmal bei den grandiosen ersten Schritten ins Leben und dann durchs Leben zu begleiten.

Und wenn der Zwerg abends manchmal nicht schlafen kann, ich mich zu ihm ins Bett kuschel, in streichle und er selig in meinen Armen einschläft. – Dann weiß ich, dass Kinder zu bekommen einfach das Größte auf der Welt ist.

Eure Sophie

36+5 – Hebammen, Akupunktur und ein Baby mit eigenem Kopf

Ihr Lieben,

 

eben gerade war die Hebamme zur Akupunktur da. Ich hatte ja schon ein bisschen Bammel vor, hört man doch immer öfter, dass viele die Nadeln nicht vertragen und ihnen schwummerig wird oder gar der gesamte Kreislauf absackt. Meine Hebamme beruhigte mich jedoch und sagte, wir machen das ganz langsam und ich könne mich jederzeit hinlegen. Der Vorteil, wenn sie zu einem nach Hause kommen.

Ich hatte die ersten 3 Nadeln sitzen und merkte, wie mir richtig warm und komisch wurde. Sofort reagierte sie, delegierte mich zum Liegen, anstatt leicht zu sitzen und packte Kissen unter meine Beine. Das war`s dann auch. Den Rest der Zeit schwätzen wir und ich lag gemütlich auf der Couch. Die Nadeln merkte ich echt nicht mehr. Außer eine am Knöchel, die wir dann eher zogen, als es echt unangenehm wurde.

 

Nebenher unterhielten wir uns über die Wehen, die ich seit Sonntag immer mal wieder habe und mir unsicher war, ob die jetzt schon in Richtung Geburt gehen. Sie meinte, ich würde sehr wohl merken, wenn es losgeht und das das jetzt schon Vorarbeit sein kann, aber nicht muss. Da das Baby bei der letzten Untersuchung mit dem Kopf noch nicht tief im Becken war, entschloss sie sich eben mal meinen Bauch abzutasten.

 

Es ergab sich folgendes Gespräch:

Hebamme: *taste taste am Oberbauch*

Sophie scherzt: „Der Po liegt aber noch oben, ja?“

Hebamme: *taste taste* „Ich taste erstmal fertig“

Sophie plötzlich verunsichert: „Ähm. Aber der Kopf ist unten?!“

Hebamme: *taste taste* „Ich taste noch ab und ich glaube der Kopf ist oben“

 

Mir wurde schlagartig bewusst, dass das kein Scherz ist und das ich vor vielleicht 5 Tagen dem Mann schon mal schrieb, dass ich glaubte, das Baby hätte sich gedreht. Sie meinte, sie wäre sich zu 75% sicher, dass das Baby in Beckenendlage liegt. Morgen ist Geburtsplanung, mit Ultraschall, da werden wir Gewissheit haben.

Ich sitze gerade hier und bin äußerst deprimiert. Einerseits kann ich es nicht glauben. Das Baby liegt jetzt seit der 30. Woche in Scheitellage und die Ärztin meinte noch vor 14 Tagen es sei unwahrscheinlich, dass es sich nochmal dreht. Ich bin gerade echt ein wenig desillusioniert. Ich möchte diesmal so gerne natürlich entbinden. Aber bei einer BEL kommt das auf Grund einer familiären Vorgeschichte für mich nicht in Frage. Selbst meine Hebamme rät davon ab und meinte, ein Kaiserschnitt wäre in dem Fall die bessere Wahl.

 

Ich hoffe immer noch auf die 25%, dass sie sich vielleicht geirrt hat..aber ich vertraue ihr und ihrem Urteil da eigentlich schon. Das heißt also, ich lege mich jetzt gleich mit Taschenlampe auf dem Bauch hin und leuchte dem Pünktchen den richtigen Weg. Und ich brauche euer Kollektives Daumen-drücken, dass es sich den richtigen Weg nochmal überlegt.

 

Wo wir gerade bei Hebammen sind, sicherlich habt ihr alle schon mitbekommen, dass es bald keinerlei Haftpflichtversicherungen für Hebammen mehr geben wird. Ich finde meine Hebamme so wichtig und weiß, dass es vielen, vielen, vielen anderen Müttern auch so geht. Es wäre deshalb toll, wenn ihr diese Petition unterschreiben könntet:

http://www.change.org/de/Petitionen/lieber-herr-gr%C3%B6he-retten-sie-unsere-hebammen?share_id=VkasbtPmtx&utm_campaign=share_button_action_box&utm_medium=facebook&utm_source=share_petition

 

andere Artikel zu dem Thema findet ihr bei:

Hebammenblog oder bei „von guten Eltern“

 

So. Meine Taschenlampe und ich, wir haben jetzt ein Couchdate.

 

Eure Sophie

 

35. Schwangerschaftswoche, Bauchbild und Gedanken zur Geburt.

Ihr Lieben,

gestern nutzen der Herzmann und ich seinen freien Tag um endlich Bauchbilder zu machen. Geplant war das Ganze eigentlich am Wochenende, aber da lag ich ja leider mit Grippe flach. Da es mir gestern ein wenig besser ging, machten wir uns also an die Arbeit.

Eins davon möchte ich euch heute gerne schon zeigen, der Mann hat es gestern extra noch bis spät abends für mich bearbeitet. Ich denke es folgen noch 2-3 weitere in den nächsten Tagen, der Rest bleibt privat, zumal der Zwerg oftmals auch frontal zu sehen ist.

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Da wären wir also. Bei 34+0, 35. Schwangerschaftswoche. Noch 42 Tage bis zum Termin. Es wird also Ernst und ich beginne ein wenig nervös zu werden. Immerhin wird das meine erste natürliche Geburt.

Beim Zwerg war das ja doch ein wenig anders, da er ja seit der 28. Woche in BEL lag, war zu diesem Zeitpunkt schon relativ klar, dass das Ganze auf einen Kaiserschnitt hinauslaufen würde. Das Pünktchen hat es sich allerdings seit einiger Zeit brav in Scheitellage bequem gemacht und liegt mit dem Kopf schon gut unten. Meine Frauenärztin und auch Hebamme meinten, dass es sehr unwahrscheinlich wäre, dass es sich noch dreht, obwohl mir auch klar ist, dass man das ganze nicht ausschließen kann.

Zumindest sieht derzeit alles nach einer natürlichen Geburt aus. Und genau das macht mir ein bisschen Angst. Dieses Unkalkulierbare. Ich frage mich in letzter Zeit oft: „Wann und wie wird es wohl losgehen?“ „Wohin dann mit dem Zwerg?“ „Wird der Mann gerade daheim sein, oder muss ich einen Krankentransport rufen / mich von jemand anderem fahren lassen und wir treffen uns erst vor Ort?“ „Wird es schnell gehen?“ „Wird es wehtun?“ Fragen, über Fragen die derzeit in meinem Kopf rumschwirren.

Derzeit sieht meine Idealvorstellung so aus, dass es irgendwann nachts losgeht, frühmorgens feststeht wir fahren ins Krankenhaus. Zwerg noch in die Kita bringen und dann gehts los. So haben wir noch genug Zeit, jemanden zu organisieren der den Zwerg nachmittags abholen kann…

Naja, bis dahin habe ich ja hoffentlich noch 5-6 Wochen Zeit um mir einen Kopf zu machen. Also Durchatmen und auf mich zukommen lassen.

Hattet ihr auch so Gedanken zur Geburt? Hattet ihr Angst? Wurde es so wie geplant? (Und bitte keine Horrorgeschichten in den Kommentaren.. 😀 )

Ich wünsche euch einen schönen Donnerstag

Eure Sophie

PS: Für Kommentare oben links aufs Herzchen klicken.

32+0 und erste Vorbereitungen.

Hallo ihr Lieben,

gerade strampelt das Pünktchen wie verrückt in meinem Bauch. Vor c.a. einer halben Stunde fing es mit Schluckauf an und jetzt wackelt der ganze Bauch. Scheinbar tanzt es Salsa, räumt um oder übt um der nächste Olympiade-Athlet zu werden.

Ab heute bin ich bei 32+0, 33. Schwangerschaftswoche, also befinden wir uns langsam im Endspurt. Und ich befinde mich im Nestbautrieb. Gestern musste der Mann eine Wand im Wohnzimmer neu streichen und ein wenig umräumen. Anschließend nötigte ich ihn noch mit mir und dem Zwerg zu IKEA zu fahren, einen kleinen Schrank für die Pünktchen-Klamotten besorgen. Beim Zwerg hatte ich alles in den großen Schubladen unserer Wickelkommode und regelmäßig versank alles im Chaos. Da wir noch kein Kinderzimmer für das Pünktchen haben, ist der Platz im Wohnzimmer nur eingeschränkt. Also entschieden wir uns für ein einfaches Expedit Regal mit 5 Fächern. In die beiden unteren kamen Utensilos, dort befinden sich jetzt Duplo-Steine, Autos und andere Zwergenspielzeug. Außerdem wurde ein Fach mit 2 Kästen ausgestattet für Bodies, Strümpfe und anderen Kleinkram. In die beiden oberen Fächer kamen Türen für die anderen Sachen. In der Wickelkommode kann ich so jetzt Mulltücher, Windeln, dickere Anziehsachen und Decken unterbringen.

Außerdem besorgten wir noch Aufbewahrungsmöglichkeiten für den Rand der Wickelkommode. Jetzt fehlt mir nur noch eine große Wickelunterlage. Beim Zwerg hatten wir ganz schmale aus dem Ikea, mit dem Effekt, dass er da ruck zuck raus gewachsen war und ich seitdem eher auf der Couch wickelte. Diesmal hätte ich gerne eine geräumigere Wickelunterlage, beim Möbelschweden gab es aber keine und so bin ich jetzt am suchen. Die schmale Wickelunterlage wird dafür ins Bad umziehen. Plan ist, die Kinder abends gemeinsam zu baden (nicht gleich an Tag 1 aber später) und während der Zwerg noch plantscht, das Pünktchen auf der Wickelunterlage fertig zu machen. So liegt er nicht auf den kalten Fliesen.

Ansonsten habe ich neulich noch einen Hoppediz Fleeceanzug bestellt, für den Fall es ist im März noch recht kühl. Den hatten wir schon beim Zwerg und haben ihn geliebt. Allerdings war der Zwerg da ja schon etwas älter und das Pünktchen würde vermutlich am Anfang darin versinken. Also musste einer in kleinerer Größe her. Achtung: Die fallen riesengroß aus. Für das Pünktchen habe ich jetzt einen in 48/52 bestellt. Dem Zwerg passte damals die 56/62 ab c.a. einer 68, richtig perfekt aber erst ab Größe 74 😉

Heute oder morgen müsste außerdem unsere Nonomo Federwiege ankommen. Ich bin schon richtig in Vorfreude auf die ganzen Sachen 🙂

Außerdem habe ich mich vor ungefähr einer Woche durch die ganzen Zwergensachen gewühlt und eine Liste erstellt, beziehungsweise eine große Kiste zum Waschen ins Bad gestellt. Da steht sie nun, aber zu mehr bin ich noch nicht gekommen. Immerhin weiß ich, dass ich noch ein paar Langarmbodies in 58 bzw. 62 brauchen werde und ein paar Langarmoberteile, ebenfalls in 58 und 62. Der Zwerg war eben ein Sommerkind und trug meist KA-Bodies, das Pünktchen wird im kühlen März zur Welt kommen und wenn es auch nur annähernd nach dem großen Bruder kommt, würde es in Kurzarmbodies fürchterlich frieren 😀
Außerdem fehlen uns nach wie vor die ersten Stoffwindeln, da werde ich jetzt ein paar von den Pop-ins und ein paar von den TotsBots werden. Nach ausgiebigen Test werden wir uns dann wohl entscheiden. 🙂 Danke für eure vielen Kommentare und hilfreichen Tipps in Bezug aufs Wickeln mit Stoffwindeln 🙂
Ich wünsche euch einen schönen Tag.
Eure Sophie